Auf der Daten-Überholspur

Startschuss des Gigabit-Ausbaus für Olper Gewerbegebiete gefallen

Über 80 Firmenvertreter waren eingeladen worden – 20 waren der Einladung gefolgt.

Olpe. Frohe Kunde hatte die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Olpe jetzt beim Unternehmerfrühstück im Technikum der Firma Kemper im Gepäck: Der Breitbandausbau für im Gewerbegebiet Bibickerhagen/Waar sowie den Bereichen Saßmicker Hammer, Friedrichsthaler Straße und In der Trift kommt ins Rollen. Konkret ebdeutet das: Glasfaser bis ins Gebäude, soenannter FTTB-Ausbau. Und dies ermöglicht den Firmen Breitband-Geschwindigkeiten von aktuell bis zu 1000 MBit/s und das, so die Vertreter der Deutschen Telekom, nach aktueller Planung spätestens ab dem dritten Quartal 2019.

In Anbetracht dieser guten Nachrichten zeigte sich der Vorsitzende des Aufsichtsrates der Wirtschaftsförderung Olpe, Markus Bröcher, leicht enttäuscht über die Anzahl der Teilnehmer, schließlich waren über 80 Firmenvertreter eingeladen worden – 20 waren der Einladung gefolgt.

Die Kommunen im Kreis Olpe hatten sich bereits 2015 dazu entschieden, ihr Engagement zur Breitbandoptimierung beim Kreis Olpe zu bündeln. Martin Dornseifer, Breitbandkoordinator beim Kreis Olpe, erläuterte den Anwesenden das Verfahren, das dem nun kurz bevor stehenden baulichen Startschuss vorangegangen war. Der Breitbandausbau koste „Geld, eine Menge Geld.“ Telekommunikationsunternehmen seien mangels auskömmlicher Refinanzierung nicht gewillt, diesen Ausbau alleine zu stemmen. Also müsse der Staat die wirtschaftliche Deckungslücke als Daseinsvorsorge stopfen, so Dornseifer. Der Bund und das Land NRW stemmen den Großteil der Kosten des Netzausbaus, zehn Prozent steuern die Kommunen, hier also die Kreisstadt Olpe, hinzu. Das Ausschreibungsverfahren zum Gigabitnetz-Ausbau gewann 2017 die Deutsche Telekom.

„Geschenk“ mit Gegenwert von rund 800 Euro

Vertreter der Telekom schilderten den Immobilieneigentümern und Mietern den zeitlichen Ablauf und Details zur Bauausführung der Glasfaser-Hausanschlüsse. Gemeinsam mit dem Eigentümer werde die Telekom festlegen, wo die Leitungstrasse verlaufen soll und an welcher Stelle im Gebäude die Verteilerdose, also die Übergabe des Glasfasernetzes, angebracht wird. Sämtliche mit dem Ausbau verbundene Kosten, fasste der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Olpe, Torsten Kaufmann, zusammen, übernehmen dabei die Zuwendungsgeber und der Netzbetreiber. Ein „Geschenk“, das einem Gegenwert von aktuell durchschnittlich rund 800 Euro entspricht.

Ein Überblick über das von Glasfaserausbau betroffene Gebiet. Oben rechts klicken für Vollbild.

Er warb dafür, der Telekom die für die Erstellung des Glasfaserhausanschlusses erforderliche schriftliche Zustimmung zu erteilen, andernfalls verfalle dieses „Geschenk“. Den Unternehmensvertretern wurde zudem angeraten, sich mit den Nutzungstarifen auseinanderzusetzen sowie die Zustimmung zur Erstellung des Glasfaserhausanschlusses auch dann zu erteilen, falls die hohen Bandbreiten aktuell noch nicht benötigt würden.

Thomas Hennecke von der Firma Dokom21 sensibilisierte die Teilnehmer zu dem Themenkomplex der Datensicherheit. Rechenzentren könnten für große, aber eben auch für kleine und mittlere Unternehmensgrößen wirtschaftliche und vor allem sichere Datenvorhaltung gewähren, um Freiraum für die Kernkompetenz eines jeden Unternehmers zu erhalten.

Bürgermeister Peter Weber fasste zusammen, wie bedeutsam der Breitbandausbau für die gesamte Region sei. Der Ausbau weiterer Gewerbegebiete nach dem selbigen Muster ist bereits in Planung und die bürokratischen Verfahren zur Erlangung von Zuwendungen eingeleitet. Auch für Wohnbereiche, so der Bürgermeister, setze die Stadt alles darauf, sämtliche Flecken mit fehlender oder unzureichender Netzanbindung alsbald zu beseitigen. Infos hierzu stehen auf unter www.olpe.de regelmäßig aktualisiert zur Verfügung.

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