Premiere beim Orgelsommer

Übertragung des vierten Konzerts auf Leinwand in den Altarraum

Stieß beim Publikum auf positive Resonanz: Erstmals in der Reihe Orgelsommer Südsauerland wurde das Spiel des Organisten auf Leinwand übertragen.
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Stieß beim Publikum auf positive Resonanz: Erstmals in der Reihe Orgelsommer Südsauerland wurde das Spiel des Organisten auf Leinwand übertragen.

Olpe - Mit einem hochkarätigen Orgelkonzert hat die Siegener Dekanatskirchenmusikerin Helga Maria Lange den Schlussakkord hinter das vierte Konzert im Orgelsommer Südsauerland gesetzt – und wurde dabei erstmals in der über 30-jährigen Geschichte live vom Spieltisch aus an eine Leinwand im Altarraum übertragen.

Klaus Droste, Mitorganisator des Orgelsommers, begrüßte die gut 50 Zuhörer in der Olper Marienkirche mit einer Premiere: „Was in Orchestern oder bei Solokonzerten der Normalfall ist, nämlich dass man den Künstler auf der Bühne sieht, ist bei Organisten fast nie der Fall, am Spieltisch kann man ihn nicht sehen. Daher übertragen wir die Organistin des heutigen Konzertes auf die Leinwand.“ 

Dank Unterstützung der Tontechnik BarbenSound aus Welschen Ennest konnten die Konzertbesucher nicht nur auditiv, sondern auch visuell die Tätigkeit und das Agieren eines Organisten verfolgen: mit Händen und Füßen die Tasten und Pedale bedienen, dazu die Manuale wechseln und registrieren, insgesamt gestaltet sich dies wie eine kleine Herkulesarbeit. Die Resonanz aus dem Publikum war überwiegend positiv. 

Auch die Werke waren nicht ohne: Eine Mischung aus wuchtiger barocker Musik von Johann Sebastian Bach, und spätromantischer Musik von Josef Gabriel Rheinberger, Percy Fletcher, Herbert Brewer und Louis Vierne. Was die 31 Register der Sauer-Orgel hergaben, das holte Organistin Helga Maria Lange auch aus der Orgel heraus. Als ‚schwere Kost‘, aber dennoch mannigfaltig und nuancenreich registriert und gespielt, erwies sich dabei beispielsweise Rheinbergers letzte Orgelsonate Nr.20 in F-Dur, die der gebürtige Liechtensteiner ein Jahr vor seinem Tod fertigstellte. Ebenso blühend und anregend waren „Fountain Reverie“ von Percy Fletcher und der „Marche Héroique“ in ihren Darbietungen, bevor Helga Maria Lange das Konzert mit der ruhigen Cantilène aus der 3. Symphonie und dem mit viel Verve gespielten mächtigen Finale der 1. Symphonie von Louis Vierne enden ließ.

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