Überschwemmungen

Unwetter im Kreis Olpe: Olpe, Drolshagen und Wenden kommen mit blauem Auge davon

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Der Olpebach in der Kreisstadt führte viel Wasser - der Westkreis kam aber mit einem blauen Auge davon.

Vielerorts wurden in den vergangenen 36 Stunden aufgrund der starken Regenfälle Straßen überschwemmt und Keller geflutet. Die Feuerwehren waren im Dauereinsatz. Auch im Kreis Olpe haben die Einsatzkräfte einiges zu tun. Der Bereich Olpe, Drolshagen und Wenden kam jedoch mit einem blauen Auge davon.

Olpe/Drolshagen/Wenden - Der Deutsche Wetterdienst warnte bereits in den vergangenen Tagen vor Starkregen in weiten Teilen von NRW. Bereits in den frühen Morgenstunden konnte man von zahlreichen Einsätzen in Hagen und Umgebung lesen.

Feuerwehr Olpe

Die erste Alarmierung für die Feuerwehr Olpe erfolgte um 9.10 Uhr zu einem mit Wasser vollgelaufenen Keller. Aufgrund der zunehmenden Regenmengen wurde um 12.50 Uhr die Feuerwehr-Einsatzzentrale im Haus der Feuerwehr Olpe besetzt um die gemeldeten Einsatzstellen direkt von dort koordinieren zu können.

Im weiteren Tagesverlauf wurden die in Bereitschaft stehenden 50 Einsatzkräfte aus Olpe und Oberveischede zu weiteren neun Einsätzen im Stadtgebiet und den Olper Ortsteilen alarmiert. Um 15.45 Uhr wurde dann der in Olpe stationierte Wasserförderzug zur überörtlichen Hilfe nach Lüdenscheid entsendet. Umgehend machten sich zehn Kräfte auf den Weg zum Bereitstellungsraum am Rettungszentrum Lüdenscheid.

Da es in Olpe im Vergleich zu den anderen Kommunen im Kreisgebiet nur wenige unwetterbedingte Einsätze gab, wurden um 18.38 Uhr Fahrzeuge und Einsatzkräfte zur Unterstützung nach Lennestadt geschickt.

THW Olpe

Das THW Olpe wurde gestern gegen 10 Uhr alarmiert, um mit seinem Technischen Zug in der Gemeinde Finnentrop zu helfen. Mit 1000 gefüllten und 10.000 leeren Sandsäcken im Gepäck ging es in Richtung Ostkreis. Nach dem im Bauhof in Bamenohl das Lager bezogen wurden, konnten die 10.000 leeren Säcke mithilfe eine Sandsackfüllmaschine gefüllt und an die entsprechenden Einsatzorte gefahren werden. Zusätzlich übernahm das THW Pumparbeiten und leuchtete die verschiedenen Einsatzorte in Finnentrop gegen Abend aus.

„Insgesamt waren gestern 35 Einsatzkräfte des Ortsverbands Olpe zur Unterstützung in Finnentrop. Gegen halb 1 in der Nacht sind die Kräfte abgerückt und waren um etwa halb 3 im Bett“, erläutert Bastian Droege vom THW.

Feuerwehr Drolshagen

Mit einem blauen Auge kam die Stadt Drolshagen davon. „Wir haben wirklich Glück gehabt“, berichtet Thomas Müller. „Im Stadtgebiet kam es lediglich zu vier kleineren Einsätzen“, so der Pressesprecher der Feuerwehr Drolshagen. In Husten und Drolshagen selbst habe die Feuerwehr Geröll überfluteter Straßen beseitigt. Des Weiteren sei aufgrund des Unwetters ein Baum in Bebbingen umgekippt. Zuletzt hätte die Feuerwehr in Forth eine überflutete Straße sperren müssen.

Gegen 18 Uhr hätten sich daraufhin Einsatzkräfte aus Drolshagen und Iseringhausen auf den Weg nach Finnentrop gemacht. Die 18 Feuerwehrleute wurden um 2 Uhr in der Nacht von einem weiteren Team, bestehend aus zwölf Mann, aus Drolshagen und Iseringhausen abgelöst. „Der zweite Trupp hat dort bis heute morgen um halb 7 geholfen“, so Müller. Insgesamt seien so 40 Feuerwehrleute im Einsatz gewesen - zehn im Einsatzgebiet Drolshagen und 30 zur Unterstützung in Finnentrop.

Feuerwehr Wenden

„Wenden ist glücklicherweise verschont geblieben. Im Rahmen des Unwetters gab es keinen Einsatz im Gemeindegebiet“, berichtet Kevin Frohnenberg, stellvertretender Pressesprecher der Wendener Feuerwehr. „Wir waren lediglich mit zwei Fahrzeugen zur überkommunalen Hilfe in Finnentrop im Einsatz.“

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