„Gelebte Kameradschaft“

Verabschiedung des stellvertretenden Kreisbrandmeisters Paul-Gerhard Hofacker 

Landrat Frank Beckehoff mit der neuen Führungsspitze: Kreisbrandmeister Christoph Lütticke (2.v.l.) mit den Stellvertretern Thomas Hengstebeck (l.) und Mario Fuhlen (r.).

Kreis Olpe. „Abschluss und Anfang, Wechsel und Neubeginn – aber auch Übergabe und Kontinuität sind Begriffe, die über den heutigen Abend gestellt werden könnten“, mit diesen Worten eröffnete Landrat Frank Beckehoff die feierliche Verabschiedung des stellvertretenden Kreisbrandmeisters Paul-Gerhard Hofacker am vergangenen Mittwochabend.

Zahlreiche Kameraden aus den Feuerwehren, Vertreter der Hilfsorganisationen und langjährige Wegbegleiter waren am vergangenen Mittwochabend ins Olper Kreishaus gekommen, um den zweiten Feuerwehrmann im Kreis Olpe offiziell aus dem Amt zu verabschieden sowie die neue Führungsspitze im Kreis Olpe erstmals bzw. erneut in ihre Ämter einzuführen. „Ihre Anwesenheit ist Ausdruck einer gelebten Kameradschaft, die in den Feuerwehren herrscht und die auch dem Kreisbrandmeister ein wichtiges Anliegen ist“, freute sich Beckehoff.

Der Kreistag hatte im Dezember 2011 mit einstimmigem Beschluss Paul-Gerhard Hofacker unter Berufung in das Beamtenverhältnis zum Ehrenbeamten auf die Dauer von sechs Jahren zum stellvertretenden Kreisbrandmeister des Kreises Olpe ernannt. „Die damalige Wahl war eigentlich nur konsequent – brachte er doch ohne Zweifel die für das Amt des Kreisbrandmeisters notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten mit“, lobte der Landrat weiter. Zuvor war er bereits seit 1997 Leiter der Feuerwehr der Stadt Drolshagen. Hofacker engagierte sich besonders für den Tag der offenen Tür anlässlich des 200-jährigen Bestehens des Kreises Olpe. Außerdem habe er sich einer der „wichtigsten Aufgaben in der örtlichen Gemeinschaft verschrieben, dem Brandschutz. Auf diesem Gebiet hat er sich um das Gemeinwohl verdient gemacht“, erklärte Beckehoff.

"20 Jahre Führungsarbeit an vorderster Front"

Nach der Verabschiedung wurden Kreisbrandmeister Christoph Lütticke und der stellvertretende Kreisbrandmeister Mario Fuhlen nach Ablauf ihrer bisherigen Amtszeiten erneut in diese Funktionen berufen. Kreisbrandmeister Christoph Lütticke kann auf insgesamt 36 Jahre bei der Feuerwehr blicken, stellvertretender Kreisbrandmeister Mario Fuhlen auf fast 30 Jahre. „Mit Ihnen beiden setzen wir auf Kontinuität. In den vergangenen sechs Jahren haben Sie bewiesen, dass Sie Ihren Job verstehen und ihn gut gemacht haben“, so Beckehoff vor der Vereidigung. Im Kreis wurde im Jahr 2012 erstmals ein zweiter stellvertretender Kreisbrandmeister ins Amt berufen. Eine Neuregelung, die sich bewährt hat: „Weil sich die Dreierspitze also als sinnvoll und praktikabel erwiesen hat, wollen wir sie auch künftig beibehalten.“ So wird die Position eines zweiten stellvertretenden Kreisbrandmeisters nun mit Thomas Hengstebeck besetzt. Er trat bereits mit 14 Jahren in die Freiwillige Feuerwehr seiner Heimatstadt Olpe ein. Seit 2013 ist er als Brandoberinspektor und Wachabteilungsleiter in der Hagener Innenstadt tätig.

Im Anschluss wandte sich auch Kreisbrandmeister Christoph Lütticke an Paul-Gerhard Hofacker: „Er geht nicht im Zorn oder frustriert oder weil ihm nicht alle Wünsche erfüllt worden sind. Er geht wie es so schön heißt ,im Guten'. 20 Jahre Führungsarbeit an vorderster Front sind genug, so deine Worte.“ Er sprach im Namen aller Feuerwehren Dank und Anerkennung aus und lobte das gute Verhältnis zu den „musiktreibenden Einheiten“: „Du hast die Musikzüge immer als eine Einheit in der Feuerwehr gesehen und nicht als eigenständiges Anhängsel.“ Daraufhin verlieh er dem scheidenden Feuerwehrmann das Deutsche Feuerwehrehrenkreuz in Gold. Sichtlich gerührt nahm dieser die Auszeichnung an und versprach, dass so manche Motorradtour an dem ein oder anderen Gerätehaus vorbeiführen werde: „Aber Geräte waren nie meine Welt, ich war für die Menschen zuständig“, sagte er.

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