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„Viel Spaß an der Musik“

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Der Spielmannszug ist seit vielen Jahren ein fester Bestandteil im Stadtbild. Aus dem Umzug zum Olper Schützenfest ist er zum Beispiel nicht wegzudenken.  Foto: Archiv
Der Spielmannszug ist seit vielen Jahren ein fester Bestandteil im Stadtbild. Aus dem Umzug zum Olper Schützenfest ist er zum Beispiel nicht wegzudenken. Foto: Archiv

Die Vereinslandschaft in Olpe ist bunt und vielfältig. Traditionell spielt neben dem Sport besonders die Musik in der Kreisstadt eine große Rolle.

Einer der Vereine, welcher aus dem Stadtbild nicht mehr wegzudenken ist, ist der seit 1949 bestehende Spielmannszug „St. Sebastianus“. Gestartet unter Leitung von Rudi Hundt wurde 1950 als erster Auftritt das Schützenfest in Rhode beschallt.

Seitdem ist der Verein quantitativ und qualitativ stetig gewachsen und mit einer heutigen Mitgliederzahl von 43 aktiven Musikern zwischen 12 und 60 Jahren plagen den Verein noch keine Sorgen.

Damit das auch so bleibt, werden Jugendarbeit und Nachwuchsförderung sehr groß geschrieben. „Wir bilden unseren Nachwuchs mit der Hilfe von Musiklehrern und Aktiven selber aus. Es dauert etwa eineinhalb bis zwei Jahre, bevor ein Instrument richtig gut gespielt werden kann. Dazu stellen wir Instrumente und natürlich die Uniform.“ erzählt Dirigent und 2. Vorsitzender Rüdiger Wurm. Dieser übernahm im Jahr 2012 nach 31 Jahren den Taktstock vom heutigen Ehrendirigent Heinz Heider, „ohne den der Verein heute niemals so erfolgreich aufgestellt wäre.“ „Im vergangenen Jahr haben wir 23 Auftritte gespielt. Karneval, Schützenfeste und Ständchen gehören zu unserem jährlichen Repertoire an Veranstaltungen. Ein ganz besonderer Auftritt hat auf dem Bundesschützenfest in Rüblinghausen stattgefunden. Dort haben wir den „Großen Zapfenstreich“ zusammen mit dem Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr präsentiert und sind beim großen Festzug mitmarschiert. Dieses Wochenende werden wir sicherlich lange in sehr guter Erinnerung behalten.“

Doch der Spielmannszug, dessen erster Vorsitzender seit 2012 Markus Stachelscheid ist, probt nicht nur und spielt Auftritte. Das Menschliche und der Zusammenhalt haben im Verein nämlich ebenfalls eine große Bedeutung.

Osterfeiern, Jugendausflüge, Vereinstouren, z.B. auf die Cannstatter Wasen, Herbstwanderungen und Weihnachtsfeiern gehören zum festen Bestandteil des Musikerjahres. „Erstmalig haben wir im letzten November ein Probenwochenende unter der Leitung von Markus Heider in Winterberg angeboten. Die Resonanz war riesig und so reisten fast alle Mitglieder zusammen in ein intensives und lustiges Trainingslager.“

Proben einmal wöchentlich

Die zwei Tage waren erfolgreich und haben den Musikern viel gebracht, dass es in jedem Fall wiederholt werden soll. „Neben ,Lord of the dance‘ haben wir noch die Stücke ,Dem Land Tirol die Treue‘ und den ,Defiliermarsch‘ einstudieren können.“ berichtet Rüdiger Wurm über den Ausflug.

Sogar eine eigene CD konnte das sechsstimmige Tambourcorps schon heraus bringen. Sie ist bei den Mitgliedern noch zu erwerben und etwa alle zwei Jahre wird es einen silbernen Nachfolger geben.

Dazu proben die Musiker einmal in der Woche in den Räumlichkeiten auf dem Ümmerich in Olpe und heißen Interessierte herzlich willkommen. „Wir sind immer um unsere Mitglieder bemüht, egal ob Jugendliche oder ältere Wiedereinsteiger, bei uns ist jeder willkommen, der Spaß an der Musik hat. Motivation und Liebe zum gemeinsamen Musizieren stehen an erster Stelle und es werden immer neue Mitglieder gebraucht.“

Die Instrumente, welche im Verein zurzeit vereint sind, sind Spielmanns-, Konzert- und Piccoloflöte, Paradetrommel, Xylophon und Lyra. Wer Lust zum Mitmachen oder Erlernen eines Instruments bekommen hat, der findet alle Kontaktdaten, sowie einen ersten Eindruck auf www.tambourcorps-olpe.de. (Von Corinna Schwegel)

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