Energieberatung der Verbraucherzentrale bietet Programm für Schüler

Vom Warm- zum Kaltduscher

Die Schüler der Sekundarschule sind dank der Energieberatung der Verbraucherzentrale nun Experten in Sachen Warmwasser-Sparen. Foto: Katharina Scheerer

„Vom Warm- zum Kaltduscher“: Ganz so radikal ging es dann doch nicht zu bei „Warm-Up! Wissensspiele rund um Wärme“ der Verbraucherzentrale NRW an der Sekundarschule in Olpe.

Zwei Tage lang konnten die Schüler der Klassen 6a und 6c der Sekundarschule Olpe alles zum Thema Warmwasserbereitung erfahren.

An dem Bildungsangebot zur Energieberatung der Verbraucherzentrale nahm nach Lennestadt und Drolshagen nun auch eine Schule in Olpe teil.

In vier Unterrichtsstunden verteilt auf zwei Tage erläuterten Christian Knapp und Katrin Staben der Verbraucherzentrale NRW Aspekte rund um die Energieversorgung. „Wir haben mit den Schülern zunächst ein Stationen lernen gemacht“, berichtete Knapp. „Dabei ging es vor allem darum, wo wird im Alltag Wärmeenergie genutzt wird, wie der Heizkörper richtig eingestellt ist und ob Duschen tatsächlich energiesparender ist als Baden.“ Am zweiten Tag der Aktionsreihe erstellten die Schüler dann energiebezogene Zukunftsszenarien. „Wir haben hier bewusst einen Teil der Klasse ein negatives und den anderen Teil ein positives Bild malen lassen. Dabei ging es auch darum, was der eigene Energieverbrauch mit dem Klimawandel zu tun hat“, erzählte Knapp weiter. Vergangenen Dienstag gab es dann die abschließende Mitmachaktion auf dem Schulhof.

Diese ließ sich auch Bürgermeister Horst Müller nicht entgehen. „Ihr seid die Experten und könnt selbst bestimmen, wie viel Energie ihr braucht“, eröffnete Müller das Abschlussspiel.

Frei nach diesem Motto gaben die Schüler daraufhin beim Torwandwerfen ihr Statement ab. Wer in das kleinste Loch der Wand traf, entschied sich für die kürzeste Duschzeit – fünf Minuten – und sparte damit am meisten Energie.

Als Belohnung für den erfolgreichen Wurf gab es eine Wärmflasche. „Mit dem Spiel wollen wir die Schüler dazu animieren, sich aktiv für das kurze Duschen zu entscheiden“, beschrieb Dr. Georg Brune, Energieberater der Verbraucherzentrale NRW, das Konzept. Diesen Ansatz begrüßte auch Müller: „Handlungsorientierte Angebote zum Energiesparen sind ein wichtiger Baustein einer Bildung für nachhaltige Entwicklung für unsere Kinder und Jugendlichen“.

Zu verdanken ist die Aktion an der Sekundarstufe Lehrerin Petra Breidebach – sie holte die Verbraucherzentrale ins Boot. „Uns ist es wichtig, schon bei den Kindern eine Grundlage für energiebewusstes Verhalten zu legen. Denn besonders die junge Generation ist darauf angewiesen, dass wir unsere Energievorräte schonen“, so Breidebach.

Das Bildungsangebot kann dank der Förderung von Land, EU und Stadt an den Schulen in Olpe kostenlos angeboten werden.

Energieberatung: Dr. Georg Brune, lennestadt.energie@vz-nrw.de, % 02723/7195720 (Von Katharina Scheerer)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare