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Von wegen Männersache...

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Claudia Greitemann, Lena Middel, Michel Kirschner, Sandra Schröder und Karina Bröcher (v.l.) stehen in den Schutzanzügen „ihre Frau“.  Foto: Stefanie Hof
Claudia Greitemann, Lena Middel, Michel Kirschner, Sandra Schröder und Karina Bröcher (v.l.) stehen in den Schutzanzügen „ihre Frau“. Foto: Stefanie Hof

Reine Männersache? Die fünf Frauen der Freiwilligen Feuerwehr Olpe würden da wiedersprechen und beweisen mit ihrer aktiven Mitgliedschaft das Gegenteil.

In einer vermeintlichen Männerdomäne „stehen sie ihre Frau“ und nutzen ihre Freizeit dafür, anderen Menschen in Not zu helfen.

Sandra Schröder, 17 Jahre, Karina Bröcher, 25 Jahre, Lena Middel, 18 Jahre, Michel Kirschner, 18 Jahre, und Claudia Greitemann, 44 Jahre, sind bereits seit vielen Jahren Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Olpe.

Bis auf Claudia Greitemann waren bereits alle Mädels in der Jugendfeuerwehr engagiert. Die Beweggründe der Feuerwehrfrauen, beizutreten, ähneln sich sehr: Fast alle kamen bereits als Kinder mit der Feuerwehr durch ihre Familien in Kontakt.

„Wie eine zweite Familie“

„Auf einem Bild – da war ich gerade drei Jahre alt – trage ich einen Feuerwehrhelm und eine Feuerwehrjacke. Mein Opa nahm mich schon als Kind mit in das Feuerwehrhaus“, erzählt Karina Bröcher. „Die Feuerwehr ist wie eine zweite Familie.“ Über ihre Freundinnen oder Familienmitglieder, die bereits bei der Feuerwehr aktiv sind, wurden sie vom „Feuerwehrfieber infiziert“. Das Bedürfnis, anderen Menschen zu helfen, etwas Gutes zu tun, geben alle Mädels als Motivation an. Sie berichten, dass sich die Arbeit sehr abwechslungsreich gestaltet – die Übungen bei der Feuerwehr sind immer unterschiedlich, wie auch jeder Einsatz. Dazu kommen fortlaufende Aus- und Weiterbildungen.

Aber die Mitgliedschaft bedeutet nicht nur Arbeit – gemeinsame Ausflüge und gesellige Abende mit den Kameraden gehören ebenso dazu. „Man erlebt hier wirklich viel und es ist immer spannend“, so Karina Bröcher.

Die fünf Frauen schildern sowohl schöne als auch schwierige und traurige Erlebnisse: „Wenn jemand bei einem Verkehrsunfall ums Leben kommt, ist das sehr schlimm. Aber niemand wird dazu gezwungen, sich das anzusehen und es sind zum Glück nur Einzelfälle, die nicht täglich vorkommen. Nach solch einem Einsatz wird man auch nicht allein gelassen. Die Kameraden kümmern sich um einen und man redet über das Erlebte. Sehr schön ist es, wenn sich die Betroffenen nach einem Einsatz mit einem Brief melden und ihren Dank ausdrücken“, sagt Michel Kirschner. Dass die Frauen zahlenmäßig den männlichen Kollegen unterlegen sind, stellt für sie kein Problem dar. ‘ Seite 2 (Von Stefanie Hof)

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