Für Bundesentscheid qualifiziert

Wettkämpfe der Kameraden im Olper Kreuzbergstadion

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Ziel ist es, in schnellem Tempo und möglichst fehlerfrei die Teilbereiche zu absolvieren.

Olpe - Mehr als 200 Feuerwehrmänner und -frauen aus NRW, Hessen, Rheinland-Pfalz, Niedersachsen und Baden-Württemberg bewiesen in verschiedenen Wettbewerben ihr Können in der Kreisstadt. Die Wettkampfgruppen der Olper Feuerwehr qualifizierten sich für den Bundesentscheid.

Kuppelcup, Bundesleistungsabzeichen, Deutschlandpokal und Landesentscheid NRW nach CTIF sind die Wettbewerbe, die am vergangenen Samstag im Olper Kreuzbergstadion ausgetragen wurden. „Die Teilnahme und das Ausrichten von Wettbewerben hat für Olpe eine lange Tradition“, betonte Bürgermeister Peter Weber in seiner Begrüßungsrede. Bereits seit 50 Jahren nimmt die Olper Wettkampfgruppe an Wettkämpfen teil. Achtmal internationales Gold, zweimal internationales Silber und zehnmal nationales Gold konnten die Blauröcke bereits für sich beanspruchen. Und zum dritten Mal fanden die NRW-Landesmeisterschaften in der Kreisstadt statt. 

Ziel des Wettbewerbs ist es, in schnellem Tempo und möglichst ohne Fehler die beiden Teilbereiche – Löschangriff und Staffellauf – zu absolvieren. Beim Löschangriff geht es darum, vollständige Wasserversorgung vom Wasser bis zu einem gestellten Brandherd aufzubauen. Anschließend rennen acht Mann 50 Meter beim Staffellauf, um sich ein Stahlrohr zu übergeben. Hinzu kommen Hindernisse wie ein sechs Meter langer Schwebebalken, eine 1,50 Meter hohe Hinderniswand und ein acht Meter langes Rohr. 

Strafsekunden für Olper Teams

Innerhalb der Bestzeit von 36,72 Sekunden bewältigte des Olper A-Team den Löschangriff. Doch da die Saugleitung nicht richtig gekuppelt war, erhielten sie zusätzlich 20 Strafsekunden. Den Staffellauf meisterten die Kameraden fehlerfrei in 60,6 Sekunden. Am Ende stand das A-Team auf Platz vier – anstatt ganz oben auf dem Treppchen. 

Ebenfalls 20 Strafsekunden gab es für das Olper B-Team, das den Löschangriff in 42,01 Sekunden absolvierte: Zum einen wurde die Übung beendet, obwohl vorne noch gearbeitet wurde (zehn Strafsekunden), und zum anderen lag der Verteiler genau auf der Linie, anstatt darüber (zehn Strafsekunden). Mit der Zeit vom Staffellauf (63,8 Sekunden) landete das B-Team in seiner Gruppe auf dem dritten Platz. Erfreulich: Insgesamt kommen neun NRW-Gruppen weiter. Da sich auch nur neun Teams aus NRW für die Landesausscheidung gemeldet hatten, sind alle Teilnehmer für den Bundesentscheid vom 29. Juli bis 2. August in Bad Frankhauser qualifiziert. 

„Schnelligkeit und Präzision waren gefragt – und das möglichst ohne Fehler“, erklärte Pressesprecher Torsten Kaufmann bei der Siegerehrung. Landrat Frank Beckehoff fand lobende Worte für die Kameraden, „die heute Nachmittag im Kreuzbergstadion in den verschiedenen Disziplinen den Parcours bewältigt, Schläuche verlegt und um Sekunden gekämpft haben. Ich finde es beachtlich, was Sie beispielsweise beim Löschangriff in Anlehnung an Feuerwehraufgaben dabei an sportlichen Leistungen vollbringen.“ 

Landesmeisterschaften der Feuerwehren: Wettbewerbe in Olpe Teil 1

Klaus-Thomas Riedel vom Verband der Feuerwehren NRW betonte: „Ich bin überzeugt, dass die Leistungen, die wir heute gesehen haben, nicht ohne Drill zu erbringen wären. Dieser Drill kommt der Feuerwehr zugute, denn es trägt dazu bei, dass sich die Bürger sicher fühlen.“

Landesmeisterschaften der Feuerwehren: Wettbewerbe in Olpe Teil 2

Im Anschluss konnten die Kameraden bei Partymusik mit den „Funky Tones“ ihre Erfolge feiern und Freundschaften knüpfen.

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