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„Wichtiger als die Kommunalwahlen“

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Rührten die Werbetrommel für die zur Zeit laufenden Betriebsratswahlen: Guido Busenius, Betriebsratsvorsitzender bei Beulco Attendorn, Georg Keppeler, erster Bevollmächtigter der IG Metall Olpe, Peter Grammel, Betriebsratvorsitzender der Firma Kemper, Werk II, Olpe, sowie Wolfgang Simons, Betriebsratsvorsitzender der Firma Eibach Finnentrop.
Rührten die Werbetrommel für die zur Zeit laufenden Betriebsratswahlen: Guido Busenius, Betriebsratsvorsitzender bei Beulco Attendorn, Georg Keppeler, erster Bevollmächtigter der IG Metall Olpe, Peter Grammel, Betriebsratvorsitzender der Firma Kemper, Werk II, Olpe, sowie Wolfgang Simons, Betriebsratsvorsitzender der Firma Eibach Finnentrop.

Im gesamten Kreisgebiet wird gewählt – in zahlreichen Betrieben laufen noch bis in den April die Betriebsratswahlen. Die IG Metall und einige Betriebsratsvorsitzende rührten in der vergangenen Woche kräftig die Werbetrommel.

„Es bringt ja gar nichts, wenn ich Ihnen was aus Gewerkschaftsperspektive dazu erzähle“, sagte Georg Keppeler, erster Bevollmächtigter der IG Metall in Olpe, in den Räumen in der Josefsstraße. „Es ist doch spannender, mal zu hören, wie die Arbeit in den Betriebsräten tatsächlich läuft.“ Aus diesem Grund berichteten Guido Busenius, Betriebsratvorsitzender der Firma Beulco in Attendorn, Peter Grammel, Betriebsratsvorsitzender des Werks II der Firma Kemper in Olpe, und Wolfgang Simons, Betriebsratsvorsitzender bei Eibach in Finnentrop, aus ihrem Arbeitsalltag und ihren jahrelangen Erfahrungen.

„Die Fragen, die an uns gerichtet werden, sind vielfältig“, erläuterte Busenius. „Von Arbeitszeiten über den Lohn bis hin zu Problemen untereinander. Bei uns gibt’s allerdings zur Zeit glücklicherweise kein wirklich brennendes Problem.“ Dem konnte sich auch Peter Grammel nur anschließen: „Wir stellen gerade neue Leute ein, haben wirklich viel Arbeit“, so der erfahrene Betriebsratsvorsitzende. „Wir kennen aber natürlich auch andere Zeiten.“ Er stelle allerdings vermehrt fest, dass viel mehr Mitarbeiter unter Depressionen oder Burn-Out leiden: „Ich höre immer öfter den Satz: Ich kann nicht mehr. Das hängt sicher auch mit der Contischicht zusammen – und dem ständig wachsenden Druck durch den härteren Wettbewerb.“ Auch bei der Firma Eibach sei die Situation im Moment gut: „Wir bauen gerade im Wiethfeld bei Heggen eine zusätzliche Halle. Zwar sind wir weltweit aktiv, aber trotzdem werden die Werte eines Familienunternehmens groß geschrieben“, so Simons, der bereits seit 30 Jahren im Betriebsrat des Unternehmens aktiv ist. Im Moment sei die wirtschaftliche Situation im Kreis Olpe „besser als geplant“, betonte Keppeler. Die Erfahrung zeige aber, dass es zwar im Moment aufwärts gehe, dies aber nicht immer so bleiben werde. Umso wichtiger sei es, in den Betriebsräten Menschen zu haben, die sich für die Arbeitnehmer einsetzen, ohne zu vergessen, die Interessen der Unternehmen zu gewichten. Keppelers dringender Appell daher: „Für die persönliche Existenz sind Betriebsratswahlen wichtiger als Kommunalwahlen. Es geht schließlich um die Sicherung des Arbeitsplatzes.“ (Von Miriam Hubmayer, m.hubmayer@sauerlandkurier.de)

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