Spürbare Freude bei Bedürftigen

WiO-Aktion: Nikolaus ist zu Gast im Olper Warenkorb

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Für die Kinder hatte der Nikolaus eine zusätzliche süße Überraschung mitgebracht. 

Olpe. Geschäftig wuselt Liselotte Harnischmacher durch den Raum. „Ich muss noch ein bisschen organisieren“, lacht sie. Denn heute ist ein besonderer Tag für sie und die übrigen Helferinnen der ökumenischen Initiative Warenkorb in Olpe. Viele sind gekommen: Auf der einen Seite stehen Menschen an, um sich mit nötigen Lebensmitteln einzudecken, auf der anderen Seite sitzen Menschen bei Kaffee und Kuchen. Doch der Blick fällt auf einen Mann, der zunächst nicht so recht ins Bild passen will: Passend gekleidet mit Rauchmantel, Albe, Hirtenstab und Mitra steht er da. Heute ist der Nikolaus zu Gast und verteilt Geschenke.

Hinter dieser Aktion steckt die Initiative „Willkommen in Olpe“ (WiO). Im November hatte das WiO-Team die Bevölkerung der Kreisstadt aufgerufen, Päckchen mit „Wärmendem“ wie Schals, Mützen, Socken oder Handschuhen für Bedürftige zu packen. Und die Resonanz war überwältigend: Fast 60 liebevoll verpackte Geschenke sind so zusammengekommen. Außerdem stiftete die Buchhandlung Dreimann 80 Kinderbücher, die Firma Hütte Textilimport half dabei, Kleidung zu besorgen. Insgesamt konnte der Nikolaus fast 400 Geschenke verteilen.

„Die Aktion ist sehr gut in der Bevölkerung angekommen“, blickt Walter Kuckertz vom WiO-Team zurück. Was ihn besonders freut: „Es hat sich eine Gemeinschaft der Helfenden zusammengefunden.“ Denn mit dem öffentlichen Aufruf von WiO fing die ganze Arbeit ja erst an. Die Geschenke wurden im Service-Center des Olper Rathauses gesammelt, das Warenkorb-Team legte Kosmetikartikel dazu, das WiO-Team „versüßte“ das Ganze und sponserte selbst einige Geschenke. Laut WiO war das nur dank zahlreicher Spenden im laufenden Jahr möglich. Und dann mussten die Gaben auch noch eingetütet werden.

„Bei uns ist eben immer etwas los“

Über das Ergebnis können sich die Bedürftigen an diesem schönen Nachmittag – einem von dreien – in den Räumen des Warenkorbs an der Martinstraße freuen. Und zwar ausdrücklich sowohl Geflüchtete als auch Einheimische, wie Walter Kuckertz betont: „Die sollen nicht vergessen werden.“ Vor der Ausgabe der Geschenke hören die Gäste jedoch erstmal die Geschichte vom heiligen Nikolaus. Wohlgemerkt vom echten Nikolaus, also dem früheren Bischof von Myra, und nicht vom beleibten Mann im roten Anzug, der im Lkw eines Softdrink-Herstellers durch die Lande zieht. Und irgendwie passt der Mann in Rauchmantel, Albe, Hirtenstab und Mitra dann doch zum Warenkorb und dessen Aufgabe, die Menschen mit Dingen des täglichen Bedarfs zu unterstützen. Denn glaubt man der Legende, so hat er die Bevölkerung einst mit einer „wundersamen Kornvermehrung“ über eine Hungersnot gerettet.

Heute, im Olper Warenkorb, sorgt er für spürbare Freunde bei den Geschenkeempfängern: Männer bedanken sich artig, Frauen lächeln strahlend und Kinder flitzen stolz mit Süßigkeiten durch den Raum. Und mittendrin Liselotte Harnischmacher. „Bei uns ist eben immer etwas los“, lacht sie. Und wuselt geschäftig weiter.

Große Begeisterung: Artig bedankten sich die Menschen für die Geschenke.

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