Polizei im Kreis Olpe startet dritten Kradfahreraktionstag – Augenmerk auf Motorradfahrern

Ziel: Belehren und Unfälle vermindern

Das Einsatzteam der Polizei Olpe am vergangenen Sonntag: Per Auto und Motorrad wurde Rasern entgegengewirkt. Foto: Ina Zeppenfeld

2014 verbuchte die Polizei im Kreis Olpe 88 Kradfahrerunfälle, darunter 61 Schwerverletzte. Zwar ist die Zahl der Unfälle durch Kradfahrer leicht rückläufig, Handlungsbedarf besteht jedoch immer noch.

Anlässlich dieser Tatsache führte die Polizei im Kreis Olpe Sonderkontrollen durch – besonderes Augenmerk galt den Motorradfahrern.

„Die Aktionstage sind gedacht, um zu belehren und natürlich um Unfälle zu vermindern“, so Hans-Jürgen Schüttler, Verkehrsdirektionsleiter. In Zusammenarbeit mit der Autobahnpolizei Köln sowie 17 weiteren Polizeibeamten wurde am 23. August an den „Brennpunkten“ im Kreis Olpe geblitzt, im Notfall Raser aus dem Verkehr gezogen.

Insgesamt waren Beamte an 13 Stellen via Radarwagen und an drei Stellen mit einem Lasertrupp stationiert. Ein besondere Gefahrengruppe stellen Kradfahrer „40+“ dar. Diese werden auch „Wiedereinsteiger“ genannt und sind aufgrund fehlender Fahrpraxis besonders oft in Unfälle verwickelt. Hauptursache aller Verkehrsunfälle ist und bleibt die erhöhte Geschwindigkeit. So auch am vergangenen Sonntag: Zwischen 12 und 20 Uhr verbuchte das Einsatzteam 584 Verstöße gegen Verkehrsvorschriften, darunter 168 Verkehrsverstöße von Motorradfahrern, 128 davon fuhren zu schnell.

Den absoluten Rekord brachen drei Motorradfahrer auf der Ihnestraße zwischen Kraghammer und Listerscheid. Bei erlaubten 70 km/h wurde ein 44-jähriger Essener mit 184 km/h gemessen (600 Euro, drei Monate Fahrverbot und zwei Punkte).

Zunahme an Unfällen durch Kradfahrer

Im Anschluss fiel ein 52-jähriger Kradfahrer aus Werdohl mit 169 km/h (600 Euro, drei Monate Fahrverbot und zwei Punkte) negativ auf.

Eine besonders riskante Fahrweise hatte ein 28-jähriger Lüdenscheider. Dieser war mit 156 km/h unterwegs und ignorierte die eingesetzten Haltezeichen der Polizeibeamten (drei Monate Fahrverbot und zwei Punkte, zusätzliches Bußgeld).

Immer häufiger werden auch Kradfahrer von „außerhalb“ Opfer eines Verkehrsunfalls (19 Menschen, Stand: 31. Juli). Hans-Jürgen Schüttler betonte dabei die Zunahme an Unfällen, verursacht durch eben genannte Kradfahrer. Diese unterschätzen die örtlichen Straßenbegebenheiten, wie zum Beispiel scharfe Kurven oder Steigungen. „Oftmals sind sie nur gerade, flache Strecken gewohnt“, so der Einsatzleiter.

Der nächste geplante Aktionstag findet im September statt, ab April bis Oktober 2016 werden sie sogar monatlich angesetzt.

Durch die bisherigen Aktionstage konnten kleinere Erfolge verbucht werden, sodass diese Aktionen weiterhin bestand haben werden. (Von Ina Zeppenfeld)

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