Neue Angiographieanlage in der Radiologie des Martinus-Hospitals

Zukunftsweisende Technologie

Mit einer neuen Angiographieanlage in neuem Operationssaal arbeiten Chefarzt Dr. Dieter Schopp, Dr. Anand Esapathi, Facharzt für Gefäßchirurgie, Assistenzarzt Eugen Guwa, MTRA Christiane Biallas, Assistenzarzt Dr. Dan Turcanu sowie MTRA Lennart Theilig. Foto: Saskia Schneider

Das St. Martinus-Hospital Olpe hat in dieser Woche einen neuen Hybrid-Operationssaal mit einer neuen Angiographieanlage im Institut für Radiologie in Betrieb genommen.

Chefarzt der Radiologie, Dr. Dieter Schopp, zeigte sich sichtlich begeistert über die neue Technologie: „Die Bedingungen sind erheblich verbessert.“ Durch den mobilen Tisch, den großen Raum und die Belüftungsanlage seien für die Ärzte die Begebenheiten während der Operation, die sofort auf der Angiographieanlage durchgeführt werden können, optimal.

Und auch für den Patienten habe die Erneuerung einen enormen Vorteil: „Der Patient wird deutlich weniger Strahlen ausgesetzt“, denn die hochmoderne Anlage reduziert die Strahlen- und Kontrastmitteldosis auf ein Minimum. Dabei wird gleichzeitig die Bildqualität jedoch deutlich verbessert. Die Angiographieanlage erlaubt es, Aufnahmen aus allen Raumrichtungen vorzunehmen, ohne dass der Patient sich drehen muss.

Eine neue Möglichkeit ist es außerdem, dass eine CT-Antiographie möglich geworden ist. Dabei wird, ähnlich wie bei eines Computertomographen, eine großflächige Flachdetektorplatte während der Aufnahmen um den Patienten gedreht. So entstehen dreidimensionale Bilder, die die Planung deutlich erleichtern. Dr. Anand Esapathi, Facharzt für Gefäßchirurgie fügt hinzu: „Gefäße werden so besser sichtbar.“ Außerdem können, durch die interdisziplinäre Kooperation von Radiologie und Gefäßchirurgie, unter Leitung von Chefarzt Dr. Everard V. Breganza, kombinierte Eingriffe direkt vor Ort stattfinden. Geschäftsführer des St. Martinus-Hospitals, Wolfgang Nolte, sieht besonders in dem Umbau zum voll tauglichen Operationssaal einen Vorteil für den Patienten, denn dadurch werde die Untersuchungs- und Eingriffszeit verkürzt.

Einige Patienten, so erklärt Radiologe Dr. Schopp, werden nicht mehr mit positiven Kontrastmitteln, sondern mit negativen Mitteln behandelt. „Dazu nutzen wir Kohlenstoffdioxid, welches das Blut schwarz färbt. Der Vorteil ist, dass es keine Belastung für den Patienten gibt, da das Kohlenstoffdioxid abgeatmet wird“, so Dr. Schopp.

Als einzige Radiologe im Versorgungsbezirk Olpe-Siegen-Wittgenstein kann das St. Martinus-Hospital durch die neue Technologie verbesserte Diagnosen stellen und den Patienten noch sicherer behandeln. (Von Saskia Schneider)

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