Jeden Samstag eine andere Sichtweise

"Respekt"-Kampagne: Das sagt ein Kickboxtrainer

Kreis Olpe/Hochsauerland. Der SauerlandKurier und der Bundesverband deutscher Anzeigenblätter (BVDA) stellen das Wort "Respekt" im Jahr 2019 in den Mittelpunkt. In einer gemeinsamen Kampagne präsentieren wir unseren Lesern jede Woche eine andere Sichtweise.

Respekt hat mich zu dem gemacht, was ich bin

„Respekt“ – ein Wort, so vielfältig und faszinierend, wie selten ein anderes. Ich finde, dass ein Mensch sich den Respekt gegenüber einer Person durch besondere Taten, besonderes Verhalten, besondere Fähigkeiten oder besondere Charaktereigenschaften erarbeiten muss. Respekt kann man meiner Meinung nach nicht erzwingen, kaufen oder erben. Man muss ihn immer und immer wieder aufs Neue verdienen, denn Respekt ist nicht dauerhaft. Man kann ihn sehr viel schneller verlieren als man ihn bekommt. 

Im August 1992 bin ich als Aussiedler (Russland-Deutscher) im Alter von 10 Jahren mit meinen Eltern aus der ehemaligen Sowjetunion nach Olpe gekommen. In einem fremden Land, ohne Sprachkenntnisse, ohne Freunde war man damals sehr schnell ein Außenseiter. Mit 12 Jahren habe ich dann mit Kampfsport (Taekwondo und Kickboxen) angefangen. Seither hatte ich im Verein Vorbilder, denen ich akribisch nacheiferte. Ich wollte genauso sein wie sie. 

Ich habe hier die Lösung gesehen, kein Außenseiter mehr zu sein. Meine Pläne gingen ziemlich schnell in Erfüllung. Ich habe später achtmal die Deutsche, dreimal die Europa- und einmal die Weltmeisterschaft gewinnen können. Nun bin ich seit sechs Jahren Bundestrainer der deutschen Kickbox-Nationalmannschaft. 

Ich bin bis heute diesen Menschen dankbar, dass sie mich vor 25 Jahren auf diesen Weg mitgenommen haben. Und bis heute sehe ich sie als Vorbilder und betrachte sie mit dem größten Respekt. In meinem Fall hat Respekt zu einigen Personen meinen Lebensweg geprägt und mich zu dem gemacht, was ich jetzt bin. 

Wadim Blagoweschtschenskij, Kickboxtrainer aus Wenden

„Respekt!“ ist eine Kampagne des SauerlandKurier in Kooperation mit dem Bundesverband deutscher Anzeigenblätter (BVDA). Mit diesen redaktionellen Initiativen berichten die im Verband organisierten Wochenblätter verlagsübergreifend mit eigenem lokalem Fokus über relevante Themen, die Menschen in ganz Deutschland bewegen.

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