Viele Einsätze in Lennestadt und Finnentrop

Unwetter im Kreis Olpe: Damm an der Deponie drohte zu brechen - Teile von Oberveischede evakuiert

unwetter kreis olpe dauerregen damm neger oberveischede
+
Der Kreisbauhof verstärkte den Damm mit zusätzlicher Erde.

Der Dauerregen am Mittwoch hat die Einsatzkräfte in Atem gehalten. Einen Tag später ist Zeit für eine Bilanz. Dabei wird ein geteiltes Bild im Kreis Olpe deutlich.

Update 16. Juli, 14.55 Uhr: Aufregung am Donnerstag in Oberveischede. Der Damm eines Rückhaltebeckens an der Deponie in Neger drohte zu brechen. Teile des Ortes mussten vorsorglich evakuiert werden.

Update 15. Juli, 15.52 Uhr: Insgesamt gab es im Kreis Olpe 263 unwetterbedingte Einsätze. Das hat die Bezirksregierung Arnsberg bekannt gegeben. Dabei waren 388 Feuerwehrleute, 10 Helfer des THW und 48 Mitglieder anderer Hilfsorganisationen im Einsatz. Im gesamten Regierungsbezirk wurden 5632 Einsätze mit 6106 Einsatzkräften registriert.

Ein weiterer Unwetter-Schwerpunkt ist der Ort Oberelspe.

Update 15. Juli, 14.45 Uhr: Der Starkregen hat auch in Lennestadt zu überfluteten Straßen, damit verbundenen Straßensperrungen, vollgelaufenen Kellern sowie Schlamm und Geröll auf den Straßen und Plätzen geführt. Dort ist das große Aufräumen im Gange. Kritisch ist die Situation aktuell noch zwischen Gleierbrück und Schmallenberg-Bracht: Hier droht ein Hang abzurutschen. Die L928 ist in diesem Bereich halbseitig gesperrt.

Update 15. Juli, 14.20 Uhr: Aktuell hat sich die Lage entspannt, wie Tobias Hilgering, Pressesprecher der Feuerwehr Finnentrop mitteilt. Donnerstagmorgen um 8 Uhr sei die Einsatznotzentrale aufgelöst worden und aktuelle Einsätze laufen über die Zentrale. Bis spät in die Nacht war die Feuerwehr der Gemeinde Finnentrop im Einsatz. Zurzeit laufen Aufräumarbeiten in Fretter, Lenhausen und Serkenrode.

Unwetter im Kreis Olpe: Biggetalsperre zu 100 Prozent gefüllt

Update 15. Juli, 13.47 Uhr: „Die Lage an den Talsperren entspannt sich ein wenig“, berichtet Markus Rüdel, Ruhrverbands-Pressesprecher. Aktuell sei die Biggetalsperre zu 100 Prozent gefüllt. „Hier passt nichts mehr rein“, so der Sprecher. Bei einer Abgabe von 47 Kubikmeter pro Sekunde betrug der Zulauf um 12 Uhr 62 Kubikmeter. „Läuft die Bigge über, bleiben Abgabe und Zulauf ungefähr gleich“, erklärt Rüdel.

Imposantes Bild: der Überlauf der Listerstaumauer nach dem Dauerregen.

Der Pressesprecher rechnet jedoch damit, dass der Zufluss immer mehr abnimmt und sich die Situation nach und nach entspannt. „Zunächst wird der Pegel an den Flüssen sicherlich noch gleich bleiben. Nach etwa einer Woche sollte sich die Situation jedoch normalisieren.“

Update 15. Juli, 11.40 Uhr: Trotz des Dauerregens ist der Bereich Olpe, Drolshagen und Wenden noch mit einem blauen Auge davongekommen. Die Feuerwehren mussten nur zu wenigen Einsätzen ausrücken.

Update 15. Juli, 11.31 Uhr: Aktuell sind noch einige Straßen im Kreis Olpe nach den Unwettern gesperrt. Das teilt Straßen.NRW mit.

  • Die B55 Lennestadt-Oedingen ist momentan halbseitig mit einer Ampelschaltung befahrbar
  • Die B236 Lennestadt-Langenei wird aktuell noch freigeräumt und ist bedingt befahrbar
  • Die L928 Gleierbrück ist aktuell noch voll gesperrt, soll aber im Laufe des Tages wieder freigegeben werden
  • Die L687 ist weiterhin halbseitig gesperrt

Unwetter im Kreis Olpe: Unsere ursprüngliche Berichterstattung

Serkenrode/Fretter - Der ergiebige Dauerregen der vergangenen zwölf Stunden hat für zahlreiche Feuerwehreinsätze im Sauerland gesorgt. Ein Einsatzschwerpunkt im Kreis Olpe ist das Frettertal.

Der anhaltende Regen hat im Frettertal zu Überschwemmungen geführt.

Hier sind die Feuerwehrleute seit den frühen Morgenstunden im Einsatz. Der Fretterbach, der im Vorjahr vollkommen ausgetrocknet war, kann die Massen an Wasser nicht mehr halten.

Unwetter im Kreis Olpe: Viele Einsätze in der Region

Auch in den Nachbarkreisen ist die Lage ernst: Im Hochsauerland ist die Stadt Sundern ein Einsatzschwerpunkt. Im Märkischen Kreis sind derzeit einige Verbindungsstraßen aufgrund der Wassermassen gesperrt. Im Kreis Soest sind ebenfalls viele Straßen und Keller überflutet. In vielen Regionen Nordrhein-Westfalens sind die Folgen des Unwetters und Dauerregens zu spüren. Ein Ende der Warnlage ist aktuell nicht in Sicht. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet erst am Donnerstagmorgen ein Ende des Dauerregens. Aktuell gilt für den Kreis Olpe eine Unwetterwarnung des DWD: Bis Donnerstag sollen zwischen 60 und 90 Liter Regen pro Quadratmeter fallen, teilweise sogar zwischen 90 und 120 Liter.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare