Start der überkreislichen Fußballligen - Teams im Kurzcheck

Vier Frauenmannschaften im Rennen

Mit diesem Team geht die 1. Frauenmannschaft des SC Drolshagen in die Landesligasaison. Foto: Stefanie Libera/SC Drolshagen

Kreis Olpe - Mit vier Frauenmannschaften ist der Fußballkreis Olpe in Landes- und Bezirksliga vertreten. Die Zielsetzungen sind dabei naturgemäß unterschiedlich. Das Aushängeschild des Frauenfußballs will erneut um den Titel spielen.

FC Finnentrop und SC Drolshagen spielen in der Landesliga 2, RW Ostentrop/Schönholthausen und SG Albaum/Heinsberg in der Bezirksliga 3. 

Bestes Team im Kreis ist seit Jahren unangefochten der FC Finnentrop. Das Team von Trainer Eftimios („Efti“) Douros schloss die Saison 2018/2019 als Vizemeister ab. 

Engelbert Schulte, Vorsitzender des FC Finnentrop, auf die Ziele angesprochen: „Man muss jede Saison neu bewerten. Wir wollen wie drei, vier andere Mannschaften auch, natürlich um den Titel spielen. Die Liga hat durch die Westfalenliga-Absteiger einen Qualitätszuwachs erhalten. Außerdem muss man Horsthausen immer beachten. Die wollen seit Jahren hoch. Ambitioniert und verstärkt sind Dortmund-Dorstfeld und auch Oesbern. Der FC Iserlohn ist ebenfalls stark, bisher aber zu unbeständig.“ 

Den Finnentropern fehlt „vermutlich die ganze Saison“ mit Sophie Gunkel „eine Säule der Mannschaft“. Die Abwehrchefin hat sich einen Kreuzbandriss zugezogen. Schulte: „Das ist für sie, das Team und den Verein ein herber Rückschlag. Dieser Verlust beeinträchtigt unsere Pläne. Die Mannschaft muss es auffangen.“ Der FCF baut auf „den eingespielten Kader und den hervorragenden Teamgeist, unsere Stärken“. Zudem sehen Douros und Schulte „bei allen Spielerinnen noch Steigerungspotenzial“. Hoffnungsträgerinnen sind beispielsweise Lina Schulte und Franziska Ochsenfeld, die „den nächsten Schritt zu gestandenen Spielerinnen gehen werden“. Fazit: „Wir sind gefestigt und eingespielt, haben eine gewisse Qualität. Aber es gibt bei den Frauen studien- und berufsbedingt immer wieder Unwägbarkeiten, die immer ins Kalkül gezogen werden müssen.“ 

(BSV Heeren 09/24 – FC Finnentrop, Sonntag, 13 Uhr) 

Auf Platz 8 lief der SC Drolshagen ein. Der soll es mindestens erneut werden, wenn die abgelaufene Serie am Buscheid auch nicht ohne Turbulenzen ablief. „Wir haben die nötigen Punkte für diesen Platz in erster Linie in der Rückrunde geholt.“ 

Jana Grebe, Spielerin und zugleich im SC-Hauptvorstand Abteilungsleiterin Frauenfußball, schaut zurück. Vor der Winterpause lief es unrund, dann kam ein neuer – bekannter – Trainer: Albert Martin, zuvor Trainer im Juniorinnenbereich, rückte auf. Unter ihm blühten die Kleeblätter auf und sicherten sich die Platzierung.

 Jana Grebe: „In dieser Saison sollte es besser klappen. Unser Kader ist insgesamt breiter aufgestellt. Das Ziel heißt oberes Mittelfeld, und das ist machbar.“ 

(LTV 61 Lüdenscheid – SC Drolshagen, Sonntag, 15 Uhr) 

Einen anderen Verlauf nahm die Saison bei Bezirksligist RW Ostentrop/Schönholthausen: „Wir haben mit Platz 4 eine Superhinrunde gespielt. Da hat alles geklappt, was vorher nicht geklappt hat. Zum Start in die Rückrunde wurden die Damen etwas lässig. Aber wir haben schnell genug die Kurve gekriegt, um am Ende auf Platz 6 zu landen“, zieht Sebastian Stumpf, seit vier Jahren RWO-Frauencoach, Bilanz. 

Die Frettertaler haben drei Neuzugänge, zwei aus der Jugend, und eine Frau, „die nach zwei Jahren Pause zurückkommt“. Sebastian Stumpf: „Wir haben große Stabilität im Team. Alle Frauen sind sehr ehrgeizig und wir wollen allen zeigen, dass der sechste Platz kein Zufall war.“ 

(Borussia Dröschede II – RW Ostentrop/Schönholthausen, Sonntag, 15 Uhr) 

Völliges Neuland betritt die SG Albaum/Heinsberg. Das Team stürmte im Raketentempo durch die Kreisliga A und gewann auch relativ problemlos beide Relegationsauswärtsspiele. 

Verlieren ist für das Team um Spielführerin Anke Birlenbach fast ein Fremdwort geworden. Die bisherigen Leistungen haben für Vorschusslorbeeren bei Insidern gesorgt, die Trainer Martin Arndt aber kalt lassen. „Für uns ist die Liga fast unbekannt, außer durch einige Freundschaftsspiele in den vergangenen Jahren.“ 

Es gelte „sich zu akklimatisieren und zu behaupten“. Ziel ist „ganz klar erst einmal der Klassenerhalt“. Arndt: „Bis zur Winterpause sollten wir einigermaßen sehen können, wo wir stehen.“ Viel hängt vom Start ab: „In den ersten vier Spielen haben wir starke Gegner, sind dann urlaubsbedingt aber nie komplett.“

 Der Kader hat die gleiche Sollstärke, einem Ab- steht ein Neuzugang gegenüber. Was aber keine Schwäche sein muss. „Wir sind stark und wir sind eingespielt. Wenn wir komplett antreten, wird es auch in der Bezirksliga nur schwer, uns zu schlagen. Wir freuen aus auf die Liga, schauen mal und wollen uns schnell akklimatisieren. Ich denke, dass wir dann auch eine gute Rolle spielen können“, blickt Arndt nach vorn. 

(SG Albaum/Heinsberg – SF Sümmern, Sonntag, 13 Uhr, Heinsberg)

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