„Aale Kapäll“ holt „Double“

Beide neuen Ottfinger Majestäten aus 2. Korporalschaft

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Doch noch strahlenden Sonnenschein und strahlende Regenten gab es am Freitagabend bei den St. Hubertus Schützen in Ottfingen: Das neue Prinzenpaar Timo Bröcher und Greta Koch (l.) sowie das Königspaar Artur und Sonia Sopala.

Ottfingen. Kaum vorstellbar, wie viele Gäste bereits am Freitagabend zum Schützenfest der St. Hubertus Schützenbruderschaft Ottfingen strömten. Dort wetteiferten die Bewerber dann beim Vogelschießen um die Ablösung von Prinz Michael Stracke und Jenni Gerigk und Königspaar Fabio und Susanne Mariano.

Die Jungschützen begannen um 18.30 Uhr mit dem Schießen, gleich mehrere Bewerber lieferten sich den Wettstreit, bei dem sich Nicolas Bröcher die Medaille, Nicolai Stock den rechten Flügel und Marc Weller den linken Flügel zu Boden holte. Als es dann spannend wurde konnte sich Timo Bröcher jedoch gegen die fünf Mitbewerber Martin Hetzel, Julian Fischer, Marc Weller, Nicolai Stock und Tom Koch durchsetzten. Timo Bröcher schoss den Aar mit dem 77. Schuss zu Boden. Er ist Trompeter im Musikverein Ottfingen und Fußballer beim SV Ottfingen. Für den 23-jährigen Industriekaufmann war es das letzte Jahr, in dem er mitschießen durfte und im letzten Anlauf klappte es dann schließlich. „Die letzten Jahre habe ich schon mal so aus Spaß mitgeschossen“, erzählt er lachend. An seiner Seite steht die 20-jährige Greta Koch, Auszubildende zur Krankenschwester, ebenfalls aus Ottfingen.

Wegen eines kleinen Zwischenfalls – einem Nagel im Fuß des scheidenden Königs, gab es eine kleine Unterbrechung vor dem Königsschießen. Nachdem der Nagel im Krankenhaus Olpe entfernt wurde, stand Fabio aber pünktlich zur Proklamation wieder im Festzelt. Seine Frau Susanne feuerte stellvertretend den Königsschuss ab. Die kleine Unterbrechung nutzte der erste Brudermeister Peter Solbach, um alle Frauen, die etwas gegen die königlichen Pläne ihrer Männer hätten, an die Theke einzuladen.

Artur Sopala: „Alles ist perfekt!“

Nachdem Klaus Löcker den Apfel, Rüdiger Scheppe den rechten und Marcel Klein den linken Flügel ergattert hatten, waren nur noch drei ernsthafte Mitbewerber zugegen. Dominik Gokus sicherte sich das Zepter, bevor sich Artur Sopala im 85. Schuss gegen Dominik und Swen Schulz durchsetzten konnte. An Arturs Seite regiert seine Frau Sonia, die sich sichtlich freute. Beide hatten schon ein bisschen geplant und gehofft, schließlich sei es Artus 21. Jahr im Schützenverein – und sein 21. Jahr in Deutschland. Der gebürtige Oberschlesier war im Jahr seiner Einwanderung sofort begeistert in den Schützenverein eingetreten. Der 43-jährige ist als Landmaschinenmechaniker bei der Firma Landmaschinentechnik Buchen tätig. In seiner Freizeit fährt der zweifache Familienvater Motorrad. Für ihn war es der erste Versuch auf den Vogel zu schießen und dass es sofort geklappt hat, machte ihn umso glücklicher: „Alles ist perfekt!“, fasste er passend zusammen.

Mit Timo und Artur hat sich die 2. Korporalschaft „Aale Kapäll“ das „Double“ geholt.

Am heutigen Samstag geht es dann für die Schützen weiter mit den Festzug und einem rauschenden Fest, unterstützt vom Musikverein Frenkhausen und der Tanzmusik „Tanzbar“, die bereits Freitag das Zelt zum Beben brachte. 

Auch die Ehrung der Jubilare kam dabei nicht zu kurz. So wurde der Offizier Hermann Josef Stock für bereits 50 Jahre Mitgliedschaft bei den St. Hubertus Schützen geehrt. Bereits seit 25 Jahren mit dabei sind Rüdiger Becker, Heribert Bröcher, Mike und Tobias Fischer und Ingo Niklas. Besonderen Dank galt dann Fähnrich Markus Halbe und Fahnenbegleitoffizier Klaus Löcker, die sich beide seit 10 Jahren als Offizier einsetzen. Ihnen wurde das silberne Verdienstkreuz überreicht. Am Sonntag fand das Schützenfest mit dem Frühschopppenkonzert ab 10.30 Uhr seinen würdigen Abschluss.

Ottfingen feiert drei Tage lang Schützenfest

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