Aktion „Komm gurt an" in Wenden gestartet

Viele "Gurtmuffel" auf den Straßen unterwegs - 40 Jahre Gurtpflicht

42 nicht angeschnallte Fahrer und 12 Beifahrer zählte Kunibert Breuer, stellvertretender Vorsitzender des ACE-Kreises Siegen-Sauerland, an der viel befahrenen Kreuzung in Gerlingen.

Wenden. Mit der bundesweiten Verkehrssicherheitskampagne „Komm gurt an“ will der ACE Auto Club Europa dem „Gurtmuffel“ mit guten Argumenten entgegentreten. Er will Autofahrer, die sich oder Kinder im Fahrzeug nicht richtig sichern, zum Nach- und vor allem zum Umdenken bewegen.

40 Jahre Gurtpflicht in Deutschland – Zeit Bilanz zu ziehen, was sich in den letzten Jahren getan hat. Und bei einem „Zähleinsatz“ das Anschnallverhaltens von Autofahrern zu überprüfen - so auch in Wenden.

Schon bei der ersten Aktion in Wenden an der Kreuzung Koblenzer Straße / Kreuztaler Straße gab es Anlass zur Besorgnis: „397 Fahrzeuge haben wir hier innerhalb einer Stunde beobachten. 42 Fahrer und 12 Beifahrer waren nicht angeschnallt“, gibt Kunibert Breuer, stellvertretender Vorsitzender des ACE-Kreises Siegen-Sauerland ernüchtert das Ergebnis bekannt.

Dabei wurden auch wieder Fahrzeugführer bei der intensiven Beschäftigung mit dem Smartphone beobachtet. „Solch ein schlechtes Ergebnis habe ich nicht vermutet. Ich bin überrascht – und das im negativen Sinne“, ergänzt Roger Zwiehoff, Regionalbeauftragter Club in Nordrhein-Westfalen.

Gemeinsam mit Kunibert Breuer führte er die erste Zählaktion durch. Anlass für ihn, die Aktion zu unterstützen, waren ACE-Recherchen, nach denen 2014 bundesweit durchschnittlich jeder fünfte Verkehrstote zum Zeitpunkt des Unfalls nicht angeschnallt war.

Für Roger Zwiehoff ist das eine erschreckende Bilanz und alarmierend dazu sind die eigenen aktuellen Zahlen. „Bis Ende August wollen wir an verschiedenen Standorten weitere Zählungen durchführen“, sagt er. Im Herbst wird es dann eine bundesweite Auswertung geben und die fällt dann hoffentlich etwas positiver aus, als die Zählung hier in Wenden. „Denn nichts schützt im Auto effektiver als der Gurt“, zieht Roger Zwiehoff sein Fazit.

Info: www.ace-online.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare