Bald klingen die Glocken

Der Glockenturm an der evangelischen Kirche in Wenden steht 

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„Aus dem Gemeindzentrum wird eine Kirche“, fasste es Pfarrer Martin Eckey am Donnerstagmorgen treffend zusammen. Endlich war es soweit: Der neue Glockenturm am evangelischen Gemeindezentrum in Wenden wurde aufgestellt.

Wenden.

Ein Tieflader transportierte die beiden gut zwölf Meter langen Fertigbeton-Seitenteile des neuen Turmes nacheinander in den Wendener Peter-Dassis-Ring. Mit Hilfe eines Kranes, einem Lot und viel Fingerspitzengefühls schwebten die Wände anschließend in die Senkrechte und wurden passgenau ins Fundament gesetzt. Ein Pultdach komplettiert das neue Bauwerk.

Beim Spatenstich am 14. Juli letzten Jahres betonte der Pfarrer Eckey: „Ein Glockenturm ist wie ein Ausrufezeichen im Ort für eine Kirchengemeinde“. Jetzt steht dieses Ausrufezeichen endlich und ist weithin sichtbar.

Endlich war es soweit: Am Donnerstagmorgen wurden die Seitenteile des neuen Glockenturmes der Evangelischen Kirche in Wenden angeliefert und aufgestellt. Fotos: mib

Es war allerdings ein weiter Weg für den „Evangelischen Kirchenbauverein Wenden“. Die Idee eines Geläuts hatte die damaligen Presbyterin Ruth Jauer bereits 1987 beim Bau des Wendener Gemeindezentrums: Dieses sollte die Gläubigen zu den Gottesdiensten in die Kirche rufen.

2007 wurde diese dann konkreter: Der Kirchenbauverein mit seinem Vorsitzenden Ernst-Joachim Weber setzte sich über viele Jahre für die Verwirklichung des Glockenturmes ein und sparte entsprechende Rücklagen an.

Drei Glocken werden in Kürze in dem neuen, offenen Turm erklingen. Zwei kleinere Glocken stammen aus Welschen Ennest: Als der dortige Glockenturm abgerissen wurde, konnte der Kirchbauverein Wenden die Glocken erwerben.

Zuvor wurde der Glockensachverständige der Evangelischen Kirche von Westfalen eingeschaltet: Schließlich muss das Geläut der Evangelischen mit dem Geläut der Katholischen Nachbarkirche St. Severinus ein harmonisches Klangbild ergeben.

Die dritte und größte Glocke wurde 2011 in der Glockengießerei „Rincker“ im hessischen Sinn gegossen und wird gemeinsam mit dem beiden „Kleinen“ in Kürze täglich um 12 und um 18 Uhr erklingen – und natürlich zu allen Gottesdiensten oder Feiern rufen.

Die Idee eines Geläuts hatte die damaligen Presbyterin Ruth Jauer bereits 1987 beim Bau des Wendener Gemeindezentrums. Nun wurde die Idee Realität.

Das über drei Meter tiefe Fundament war nach dem Spatenstich zügig fertig gestellt – allerdings gab es wegen statischer Schwierigkeiten deutliche Verzögerungen. „Wir mussten hier absolut auf der sicheren Seite sein, alles musste stimmen. Schließlich geht es hier um eine riesige Investition von rund 140.000 Euro“, so Kirchenmeisterin Doris Thieme. Auch der TÜV musste das Bauwerk natürlich abnehmen. Aber ganz nach dem Motto: „Was lange währt wird endlich gut“, verlief die Aufstellung reibungslos – sogar Petrus hatte ein Einsehen und drehte den großen Wasserhahn zu.

Spenden für das Projekt „Glockenturm“ werden natürlich auch weiterhin gerne gesehen.

Info: Kirchenbauverein Wenden Volksbank Wenden: Konto: 6 550 901 BLZ: 463 618 22 Sparkasse Wenden: Konto: 2 002 210 BLZ: 462 500 49

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