1. SauerlandKurier
  2. Kreis Olpe
  3. Wenden

Bindestrich zur Beruhigung

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Wenden/Siegen-Nord: Beteiligte wollen einen Kompromiss

Wenden. (tip)

Der Weiterbau der HTS zur A4 ist die größte Baustelle in Nordrhein-Westfalen. Sie steht mittlerweile kurz vor dem Abschluss (siehe Extra-Bericht). Doch Haupt-Gesprächsthema ist etwas ganz anderes: Wenden oder Siegen-Nord — das ist die Frage. Und langsam kommt Bewegung in die Sache.Nachdem Verwaltung und Politik mit heftigen Protesten auf die Umbenennung der Autobahnabfahrt aus Richtung Norden reagiert hatten, findet am morgigen Montag ein Gespräch aller beteiligten Entscheidungsträger statt. Die Niederlassung Siegen von Straßen.NRW teilte dies am Mittwoch mit.

Dabei brachte die Behörde auch Licht ins Dunkel der Verfahrensweise. Die auf der Beschilderung ausgewiesenen Orte werden nämlich von der Zentrale in Gelsenkirchen bestimmt. Diese habe bereits im September 2004 die Planung für das Autobahnkreuz Olpe-Süd fertiggestellt. Eine entsprechende Ausfertigung sei am 31. Januar 2005 der Gemeinde Wenden zugegangen. Dort habe man seinerzeit bereits das Fehlen des Ortes moniert. Allerdings sprachen die Vorschriften eine klare Sprache: Nur vier Ziele dürfen pro Schild maximal ausgewiesen sein. "Keinesfalls mehr", heißt es in der Richtlinie. In dem Fall sind es die Orte "Siegen-Nord" und Kreuztal sowie Gummersbach und Köln.

So regelkonform die Auslegung auch ist, die Behörde zeigt nach den Protesten Kompromissbereitschaft. Schließlich, so Ludger Siebert, Leiter der Niederlassung Siegen, gebe es ja auch Lösungen mit Binde- oder Schrägstrichen. So könnte man tatsächlichen mit diesem orthographischen Trick den Verordnungen ein Schnippchen schlagen — und vermutlich auch die aufgebrachten Wendener beruhigen.

Auch interessant

Kommentare