„Zwischen Kelten und Römern“

Eröffnung der Ausstellung „Eisenzeit“ Museum Wendener Hütte

Die Ausstellung „Eisenzeit“ im Museum Wendener Hütte bietet einen besonderen Einblick in unsere Heimat.

Wendenerhütte – Der Museumsverein Wendener Hütte lädt am Sonntag, 14. Juli, um 15 Uhr ein zur Eröffnung der Ausstellung „Eisenzeit – Bergland zwischen Kelten und Römern“.

Frank Beckehoff, der Landrat des Kreises Olpe, wird ein Grußwort überbringen. Die Ausstellung wird thematisch durch Dr. Manuel Zeiler, LWL-Archäologie für Westfalen erläutert, Monika Löcken, Museumsleiterin wird die Veranstaltung moderieren. Die musikalische Begleitung übernehmen die Lokalmatadore Bernward Koch und Anders. 

Es handelt sich um eine gemeinschaftlichen Ausstellung der LWL-Archäologie und des Museumsvereins Wendener Hütte. Bis in die Eisenzeit, die in Zentraleuropa im 8. Jahrhunder v. Chr. begann, waren die Mittelgebirge keine Siedlungsbezirke. Mit Hilfe von eisernen Pflugscharen gelang es aber die schweren und steinigen Böden zu bewirtschaften; die Bevölkerung wuchs, besiedelt wurden nun auch die kargen Böden des Sieger- und des Sauerlandes. Leben, Arbeit und Kulte wurden beeinflusst durch die Nachbarregionen, besonders aus dem Einflussgebiet der Kelten, im Süden, und der Römer, im Norden.

Aus dem Sauerland sind bislang nur archäologische Zeugnisse der Eisengewinnung aus dem Mittelalter bekannt geworden. Das Siegerland dagegen war eine der bedeutendsten Eisenregionen der Eisenzeit nördlich der Alpen. Hier rauchten spätestens ab dem 3. Jahrhundert v. Chr. die größten europäischen Verhüttungsöfen ihrer Epoche. Wallburgen sind in den Gebieten der Mittelgebirgen die prägenden Fundstellen der Eisenzeit. Es handelt sich um Höhenbefestigungen verschiedener Bauarten, die militärische oder kultische Bedeutung für die Gemeinschaft hatten. 

Vielfach lässt sich nachweisen, dass im Laufe der Zeit die Nutzung wechselte. Archäologische Forschungen der letzten sechs Jahre zeigen ein neuartiges Bild, die Ausstellung fasst den aktuellen Forschungsstand zusammen und präsentiert anschaulich erstmalig diese neuen Funde. 

Außerdem an der Wendener Hütte: 

  •  11 bis 18 Uhr: Schmieden im Hammerwerk; 
  •  11 bis 18 ist die Cafeteria geöffnet; 
  •  16 Uhr: Die Hüttenführung mit Dorothea Klimczuk beginnt nach der Ausstellungseröffnung. 
  • Die Foto-Ausstellung: „Eine andere Sicht“ ist im Rohstoffmagazin zu sehen.

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