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Großer Rosenmontagszug in Schönau-Altenwenden

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Von: Miriam Hubmayer

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Den „Brexit“ nahm sich der Schützenverein Schönau-Altenwenden als Motto – Queen „Lisbeth“ inklusive. © Miriam Hubmayer

Schönau/Altenwenden – Den Spruch: „Wir feiern Karneval – nicht das Wetter“ nahmen die Jecken rund um Prinzenpaar Bernd I. und Iris I. (Jung) in Schönau-Altenwenden wörtlich und feierten den Regen mit blendender Stimmung und kunterbunten Kostümen einfach weg.

Petrus drehte gegen 10.45 Uhr den großen Wasserhahn auf – und leider auch nicht mehr zu. Pünktlich um 11.11 Uhr setzte sich dann der Rosenmontagszug in Bewegung – und siehe da: Die Straßen waren binnen Minuten prall gefüllt mit bunt kostümierten Narren, die das fiese Wetter einfach mit guter Laune weg feierten. Zum dritten Mal führte die Lokomotive mit dem Spruch „Da Zuch kümmet“ auf Wendschem Platt begleitet von den Zugführern Dirk Schrage und Rene Halfar den Lindwurm an. 

Es folgte Schlag auf Schlag ein bunter Wagen nach dem anderen. 500 Aktive in zehn Fußgruppen, acht Motivwagen und zwei Musikkapellen sorgten für ausgelassene Stimmung im „Schlackerwetter“. Das Narrenschiff – erstmals mit den Ehrenpräsidenten Seppel Kleine und Peter Schmidt neben Sitzungspräsident Michael Koch, Ortsvorsteher Peter Arenz und Bürgermeister Bernd Clemens an Bord – scherte erneut kurz vor der Kirche aus und fungierte als zweiter Moderationswagen. Außerdem ließen es sich Bürgermeister und Ehrenpräsidenten nicht nehmen, reichlich „Strüßjer“ zu verteilen. 

Im Moderationswagen kommentierten außerdem DJ Markus Koch – zum 15. Mal mit dabei – und Vorsitzender Rüdiger Lazar mit den letzten Resten seiner Stimme den Rosenmontagszug. 

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Die „Gecken Jecken“ feierten die Tage der Toten und nahmen Trump auf die sinnbildliche närrische „Schüppe“. © Miriam Hubmayer

Nach dem Fanfarenzug Attendorn folgte erstmals der Möllmicker Frauenchor „Nova Cantica“ mit dem Motto: „Silver Omis“ – schließlich feiert der Chor in diesem Jahr 25-jähriges Jubiläum. Höhepunkt des Jubiläumsjahres wird das Konzert am Samstag, 5. September, mit der A-Capella-Band „Anders“ aus Freiburg. Es folgte der Wagen von Pyrotechnik Fischer mit dem Thema „Around the World“ und reichlich Seifenblasen. Die Schönauer Tanzsterne waren als Superwoman und Wonderwoman unterwegs, während sich die Schützen dem Thema „Brexit“ mit dem Motto: „Wir wussten es schon immer, vernünftig werden die Briten nimmer!“ widmeten – sogar mit Boris Johnson und der Queen an Bord. 

Nicht der einzige Wagen mit Botschaft: Die „Wendschen Jungs“ – die Gruppe aus 25 jungen Menschen aus der ganzen Gemeinde feierte ebenfalls eine Zug-Premiere – widmeten ihren Wagen der Bergbautradition getreu dem Motto „Der Bergbau geht, die Tradition stirbt nie“ und die „Gecken Jecken“ feierten die mexikanischen Tage der Toten mit dem Thema: „Der große Trump baut Stein auf Stein und lässt uns Mexikaner nicht mehr rein. Nun feiern wir tagaus tagein den Tod an Donalds Mäuerlein.“ 

Der närrische Lindwurm war vor allem eines: kunterbunt. Da gab es „Ahoi Brause“ („Die Kunterbunten“), Wahrsagerinnen („Eiskalt“), närrische Clowns („EkaFu“), Frösche („After Eight and Friends“), Cool Runnings mit Bob („Schönauer Fründe und der Kegelclub Voll Daneben“) Enten („Jetzt schlägt´s 13“) und eine lebende Bierkiste vom Hünsborner Elferrat. Die Blauen Funken aus Schönau mit knapp 90 Zugteilnehmern widmeten sich dem Thema American Football und waren als Cheerleader und Spieler unterwegs. 

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Die Bewohner der Wohngruppe der Lebenshilfe Wenden feierten auch in Schönau kräftig mit. © Miriam Hubmayer

Den krönenden Abschluss bildete natürlich der Prinzenwagen mit Prinzenpaar Bernd I. und Iris I. (Jung), dem Kinderprinzenpaar Bruno Becker und Nia Wozny, den Jubelprinzen Friedhelm Jung und Günter Schönauer und natürlich den feiernden Roten Funken an Bord. Kamelle regneten auf das Publikum herab – sehr zur Freude insbesondere der kleinen Besucher, die selig mit prall gefüllten Tüten und zappelnass nach Hause zogen – während in Schönau und Altenwenden noch kräftig der Abschluss einer grandiosen Session „begossen“ wurde.

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