Freundschaft gefestigt

Wendener Delegation zu Besuch in Lepsény in Ungarn

Die Wendener Reisegruppe vor dem Gemeindehaus in Lepsény.

Lepsény/Wenden. Auf Einladung der Partnergemeinde Lepsény, an ihrer Spitze Bürgermeister Béla Salamon, nahm vergangene Woche eine 48-köpfige Delegation aus Wenden am Twinningprojekt 2016 „Meilenstein“ – Europäische Zusammenarbeit teil. Das mit Fördergeldern aus EU-Mitteln finanzierte Projekt umfasste ein sehr umfangreiches Programm. Neben Wenden waren auch die anderen Partnergemeinden aus Oromhegyes in Serbien und Kászon in Rumänien mit von der Partie.

Die Präsentation der einzelnen Gemeinden sowie eine Foto- und Kunstausstellung waren der äußere Rahmen für vielfältige Konferenzen und Workshops. So war Bürgermeister Bernd Clemens speziell zu den Themen Euroskeptizismus und die Flüchtlingssituation in der Gemeinde Wenden gefordert. Seine Referate fanden bei allen teilnehmen Personen eine besondere Aufmerksamkeit. Gerade das Thema „Flüchtlinge“ wurde vor Ort umfangreich diskutiert. Die Sichtweise der Ungarn zum Thema Flüchtlinge ist doch sehr differenziert. Entsprechende, teilweise auch hartnäckige Nachfragen, konnten von Bürgermeister Bernd Clemens zufriedenstellend beantwortet werden. Gut angekommen ist auch der 2008 entstandene Imagefilm über die Gemeinde Wenden

Die Gemeinde Wenden beteiligte sich zusätzlich an weiteren Programmpunkten. Der Hegering Wenden, vertreten durch Karl-Josef Fischer und Paul Sieler, hatte eigens eine kleine Ausstellung mit nach Lepsény genommen. Unterstützt durch einen kleinen Film wurde die Arbeit des Hegerings bestens präsentiert. Großen Beifall bei verschiedenen Auftritten gab es für die „Original Wendschen Musikanten“ unter der Leitung von Rupert Wurm. Mit Polkas, Walzer und Märschen im Egerlandstil konnte man das Publikum begeistern. Außerdem gestaltete man zu Gunsten der reformierten Kirche in Lepsény ein Benefizkonzert. Die eingenommenen Spenden sollen für eine umfangreiche Renovierung der Dorfkirche eingesetzt werden.

Auch kulinarisch wurde einiges geboten. So hatten alle Partnergemeinden einen gastronomischen Tisch aufgebaut. Ungarn, Serbien und Rumänien glänzten mit den Früchten des Feldes. Außerdem wurden viele Leckereien aus Küche und Keller angeboten. Die Gemeinde Wenden bot den „Krombacher Dreiklang“, bestehend aus Braustubenbrot, Westfälischen Schinken und einem frisch gezapften Krombacher Pils an. Die Nachfrage war kaum zu bewältigen.

Zum Schluss aller Veranstaltungen wurde vor dem Haus der dortigen Gemeindeverwaltung ein „Park der Partnerschaft“ ins Leben gerufen und angelegt. Eine Gedenktafel aller Partnergemeinden erinnert ebenso an das „Twinning“ 2016 wie die von allen Bürgermeistern einzeln gepflanzten Bäume. Ihre Wurzeln werden in den nächsten Jahren zusammenwachsen und hoffentlich allen Gemeinden eine gute europäische Zukunft bescheren.

Das Projekt Twinning 2016, „Meilenstein“ zur europäischen Zusammenarbeit, war ein voller Erfolg. Die Wendener Reisegruppe war uneingeschränkt begeistert. Wieder einmal durfte man die große Gastfreundschaft der Ungarn genießen. Zudem hatten die Verantwortlichen vor Ort, an der Spitze Multitalent István Hencz, alles bestens organisiert.

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