Nach Unwetter-Schäden

Gemeinsamer Antrag: Fraktionen wollen Hochwasser-Hilfsfonds

An der Bachstraße in Wenden-Ottfingen standen mehrere Gärten komplett unter Wasser. Anwohner haben mit den Folgen des Unwetters am Freitagnachmittag (4. Juni) zu kämpfen.
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An der Bachstraße in Wenden-Ottfingen standen infolge des Unwetters am Freitag, 4. Juni, mehrere Gärten komplett unter Wasser.

Nach den Überschwemmungen infolge des Unwetters am Freitag, 4. Juni, fordern die Wendener Ratsfraktionen nun einen Hochwasser-Hilfsfonds. Ein entsprechender Antrag soll in der nächsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses (HFA) beraten werden.

Wenden - „Durch die plötzlich auftretende Unwetterlage am 04.06.2021 kam es an mehreren Stellen im Gemeindegebiet zu großflächigen Überschwemmungen. Viele Häuser wurden durch das eindringende Wasser in Mitleidenschaft gezogen. Auch wenn einige Schäden durch private Gebäude oder Hausratversicherungen abgedeckt werden, bleiben viele Geschädigte buchstäblich auf einen Teil des Schadens sitzen, da entweder keine entsprechende Versicherung besteht, oder die Schäden in einer solchen nicht vollumfänglich abgesichert sind“, begründen UWG, Grüne, SPD und CDU den gemeinsamen Antrag.

„Als Zeichen der Solidarität halten es die Fraktionen für wichtig, die Geschädigten in ihrer Not nicht allein zu lassen. Aus diesem Grund sehen wir es auch als wichtig an, den Bürger*innen der Gemeinde insgesamt die Möglichkeit zu geben, sich ebenfalls durch Spenden an der Solidargemeinschaft zu beteiligen. Darüber hinaus hat der Bürgermeister bereits signalisiert, dass sich auch der Bauhof im Bedarfsfall durch Hilfestellung bei Aufräumarbeiten etc. beteiligen wird und auch eine eventuell notwendige Entsorgung von Sperrmüll im Rahmen einer kostenlosen Abfuhr sichergestellt werden kann“, so die Fraktionen weiter.

Daher soll der HFA in seiner nächsten Sitzung beschließen einen Hilfsfonds „zur Vermeidung von sozialen Härten, die durch das Unwetterereignis am Nachmittag des 04.06.2021 unmittelbar entstanden sind“, einzurichten. Der Hilfsfonds soll aus einer Einlage der Gemeinde Wenden in Höhe von 15.000 Euro und aus privaten Spenden, die auf ein extra einzurichtendes Hilfsfonds-Konto eingezahlt werden, bestehen.

Eine Nachfinanzierung aus den Haushaltsmitteln der Gemeinde Wenden soll nicht erfolgen. „Sollte der Hilfsfonds nach Fristablauf (31.12.2021) noch einen Geldbestand aufweisen, wird dieser für eventuell zukünftig auftretende und vergleichbare Schadensereignisse weitergeführt. Die genauen Vergabemodalitäten werden in besagter Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses festgelegt“, erklären die Fraktionen. Die Auslegung der Vergabemodalitäten, bzw. die Verteilung der Mittel werden durch ein noch einzurichtendes Gremium entschieden. Auch die Zusammensetzung dieses Gremiums sollte Bestandteil der Beratung im HFA sein.

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