„Eine Reise in unbekannte Welten“

Schauspieler Michael Heuel übernimmt einzigartige Rolle auf neuer AIDA

Der Gerlinger Michael Heuel ergatterte auf der neuen AIDAnova eine ganz besondere Rolle in einer exklusiven Dinner-Show.

Olpe/Gerlingen. „Der Zeitreisende (denn so werde ich am besten von ihm reden) setzte uns eine geheimnisvolle Sache auseinander. Seine grauen Augen leuchteten und zwinkerten, und sein meist blasses Gesicht war gerötet und belebt.“ So beginnt H.G. Wells seine berühmte Dystopie „Die Zeitmaschine“. „Time Machine“ ist jetzt auch der Name eines Entertainment-Konzeptes auf der brandneuen „AIDAnova“. Die Verbindung von Theater und gutem Essen ist zwar nicht neu – aber auf einem Kreuzfahrtschiff bisher einzigartig. Mit auf eine Reise durch die Zeit in ferne Welten nimmt die Gäste hier ein Gerlinger – Schauspieler Michael Heuel.

„Dieses Konzept ist eine Weltpremiere – das gibt´s noch auf keinem anderen Schiff“: Man merkt Michael Heuel beim Gespräch in „Schröders Café“ in Olpe die Begeisterung für sein neues Projekt an – und seine Freude darüber, diese Rolle ergattert zu haben. Wie es dazu kam „ist eine lange Geschichte“ schmunzelt er. Bereits 2017 spielte der Schauspieler im Stück „Aus aller Liebe“ auf der „AIDAbella“: „Die Zeit an Bord war wirklich der Hammer – drei Monate auf dem Schiff, 56 Häfen, fast 20.000 gefahrenen Seemeilen, über 70 Vorstellungen und pro Reise bis zu 20 verschiedene Lesungen mit einer Crew aus aller Herren Länder, einfach unglaublich.“ 

Für sein Engagement absolvierte er außerdem die „Seemannsausbildung“, die für den Dienst auf Fahrgastschiffen notwendig ist. Umso mehr freute er sich als Anfang des Jahres sein Handy klingelte. An der Nummer erkannte er die Castingdirektorin der AIDA Cruises: „Sie erzählte von dem völlig neuen und einmaligen Entertainment-Konzept auf der AIDAnova – die sich zu der Zeit noch im Bau befand“, berichtet der Gerlinger. Sie lud ihn zum Casting nach Hamburg ein. Das Problem: Nur fünf Tage später ging es für Heuel an die Ostsee zum „Piraten Openair Theater Grevesmühlen“, wo er seit einigen Jahren als „Long John Silver“ auf der Bühne steht. 

„Für das AIDA-Casting galt es außerdem noch drei DIN A4 Seiten Text auf die Festplatte zu schaufeln“, so Heuel. Er packte sein Auto und machte sich an einem Montagmorgen durch den dichten Verkehr auf gen Norden. „Im Castingraum die nächste Überraschung – statt der üblichen zwei bis drei Personen, saßen da zehn Jury-Mitglieder von AIDA Entertainment. Ich war etwas irritiert – milde ausgedrückt.“ Der Profi absolvierte das Casting, bevor es weiter an die Ostsee ging. Bereits am Dienstag gegen 16 Uhr erreichte ihn eine E-Mail: „ ,Lieber Michi, schön, dass du den weiten Weg auf dich genommen hast. Umso schöner ist es dir mitteilen zu können, dass du die Rolle hast‘ – da musste ich mich erstmal hinsetzen“, lacht Heuel. Als er allerdings die aktuellen Daten für die Proben, den Dreh des Werbetrailers, Premiere und Co. erhielt, war ihm klar: „Ich musste dem Wahnsinns-Angebot leider eine Absage erteilen – sonst sehe ich meine Familie 13 Wochen am Stück nicht. Das halte ich nicht aus.“ 

Die AIDAnova ist das neue Flagschiff der AIDA-Flotte und das erste Schiff, das mit emissionsarmen Flüssiggas betrieben werden kann.

Das sah die Castingdirektorin anders: „Eine Woche später rief sie mich an: Michi, ich hab das geregelt. Du passt so gut in die Rolle, wir drehen den Werbetrailer mit dir, aber auf´s Schiff geht es erst Ende Januar. Die Premiere übernimmt jemand anders.“ Da zögerte er keine Sekunde mehr und unterschrieb den Vertrag: „So ein Angebot bekommt man schließlich nicht alle Tage.“ Kurze Zeit später ging es für Heuel, der im kommenden Jahr sein 20-jähriges Berufsjubiläum feiert, nach Hamburg zum Dreh des Werbeclips. „Das war auch mal eine Erfahrung – vor dem Green Screen zu stehen.“ Außerdem gab es Workshops in Sachen Make-Up und Kostümproben im Hamburger Hauptsitz des Unternehmens. 

Michael Heuel zeigt sich schwer beeindruckt von seinem zukünftigen Arbeitsplatz, den er kürzlich in einer niederländischen Werft besichtigen durfte: Die neue „AIDAnova“ wurde in der Meyer Werft in Papenburg gebaut und misst stolze 337 Meter. Sie ist das weltweit erste Kreuzfahrtschiff, das auf See und im Hafenbetrieb mit emissionsarmen Flüssiggas betrieben werden kann und brandneue Entertainment-Formate im Angebot hat. Auf 20 Decks finden die Gäste 2626 Kabinen – 31 Suiten, 1655 Balkonkabinen, 198 Meerblickkabinen, 312 Innenkabinen, 17 Restaurants und 17 Bars. Seine Rolle auf der „AIDAnova“: Professor Tempus – ein Charakter gemischt aus einer guten Prise Steampunk (futuristisches trifft viktorianisches Zeitalter) mit Jules Vernes „20.000 Meilen unter dem Meer“: „Die Gäste der Dinner-Show werden im Restaurant ,Time Machine‘ beim Drei-Gang-Menü mit auf eine Reise in unbekannte Welten genommen. Sie haben dank ausgeklügelter Bildschirmtechnik tatsächlich das Gefühl bis auf den Grund des Meeres zu tauchen.“ 

Die Gäste erwartet im Restaurant „Time Machine“ eine ganz besondere „Dinner-Show“ mit Michael Heuel als Professor Tempus.

Michael Heuel wird dabei noch von zwei amerikanischen Akrobaten unterstützt. „Das ist alles auf die Sekunde genau getimt – vom Theaterstück, den Einlagen der Akrobaten, den Special Effects, Küche und Service. Außerdem interagiere ich auch mit dem Publikum“, erzählt der Schauspieler und Synchronsprecher. Zwei Shows pro Abend sind angesetzt, Heuel bleibt drei Monate an Bord der neuen AIDAnova, die in ihrer Premierensaison siebentägige Kreuzfahrten nach Madeira und zur Inselwelt der Kanaren anbietet. In dieser Zeit muss er außerdem bereits den Text für sein nächstes Engagement an der Ostsee lernen. Obwohl man sicher sein kann: Der Spaß kommt für Michael Heuel garantiert nicht zu kurz – ob als Professor Tempus auf geheimnisvoller Zeitreise, mit seiner Familie oder in den Bars der Crew. 

Weitere Infos unter www.michaelheuel.de und www.aida.de.

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