Dem guten Wetter zum Trotz

„Hünsborn 2 be wild“ fordert 380 Athleten Höchstleistungen ab

+
Beim Laufen noch Zweitplatzierter, holte Jens Roth letzlich den Sieg auf der Kurzstrecke.

Hünsborn/Osthelden. Zahlreiche ambitionierte Athleten verschiedenster Leistungsstärken fanden sich jetzt auf Einladung des RSV Osthelden zum ersten Gradmesser der neuen Wettkampfsaison Hünsborn ein. In der fünften Auflage der Cross-Duathlon-Challege „Hünsborn 2 be wild“ traten auf der Kurz- und Jedermann-Strecke in Hünsborn 380 Amateur- und Freizeitsportler gegeneinander an und kürten im Anschluss die schnellsten und vielseitigsten Sportler.

Wer sich in diesem Jahr wieder auf eine gehörige Portion Matsch sowie nasskaltes Wetter gefreut hatte, der wurde herb enttäuscht. Denn während es in den vorangegangenen Jahren fast immer geregnet hatte, meinte es Petrus in diesem Jahr gut mit den Athleten der Cross-Duathlon-Challenge.

Schon früh morgens machten sich die ersten Sportler auf den Weg nach Hünsborn, um hier auf der Kurzdistanz – diese umfasste eine Laufstrecke von zwei mal 4,5 Kilometern, drei mal 10 Kilometer Mountainbike fahren und im zweiten Abschnitt nochmals 4,5 Kilometer laufen – und der Jedermann-Strecke (einmal 4,5 Kilometer laufen, zweimal 10 Kilometer Rad fahren sowie nochmals 4,5 Kilometer laufen) im Team oder einzeln neue (persönliche) Bestzeiten aufzustellen. So scharrten die Athleten schon vor dem Startschuss, während der Streckeninstruktionen durch den RSV Osthelden und einer kurzen Begrüßung von Wendens Bürgermeister Bernd Clemens, unruhig mit den Füßen. Clemens zeigte sich „vollkommen beeindruckt von der Atmosphäre bei wunderbarem Wetter“ und sprach einen Dank an das Organisationsteam des Radsportvereins sowie die Sponsoren des Events aus, das in seiner fünften Auflage einen neuen Teilnehmerrekord aufweisen konnte. Anschließend wünschte er den Zuschauen „viel Spaß“ sowie den Teilnehmern „viel Glück“ und „eine unfallfreie Fahrt“. Er ließ es sich nicht nehmen, den Startschuss für die Sportler der Kurzdistanz abzufeuern, die sich auf sein Zeichen hin mit ihren Zeitmessungschips am Fuß auf den Weg machten.

Nur fünf Minuten später lief auch die riesige Menge der Teilnehmer der Jedermann-Distanz los. Im Verlauf des Wettkampfes setzten sich nicht nur einige Favoriten von ihren Verfolgern ab, sondern auch die Sonne gegen lästige Wolkenfelder durch. So war die Strecke größtenteils sehr gut lauf- und befahrbar, hatte aber auf ihren 560 Höhenmetern in der Jedermann-Distanz und auf ihren circa 840 Höhenmetern auf der Kurzdistanz trotzdem allerlei Herausforderungen und Tücken. Dementsprechend ließ Rainer Jung, der mit seinem Kollegen vom Ejot Team TV Buschhütten, Jonas Hoffmann, die Veranstaltung kommentierte und moderierte, verlauten, dass es nur einen Unfall gab, „der glücklicherweise glimpflich mit ein paar Schürfwunden ausgefallen ist.“

Als erster Zieleinläufer konnte sich Christoph Bergmann (TVE Netphen) über eine Zeit von einer Stunde, 28 Minuten und 21 Sekunden auf der Jedermann-Strecke von den Zuschauern feiern lassen. Die erste Frau, die dieselbe Strecke absolvierte, war Anna Paulina Saßerath (SC Bayer 05 Uerdingen) mit einer Zeit von einer Stunde, 42 Minuten und 33 Sekunden.

Trotz des sportlichen Anspruchs blieb auf der Strecke noch genug Zeit zum Posieren.

Auf der Kurzdistanz ließ Jens Roth vom Team Tri Post Trier seine Konkurrenz mit einer Zeit von zwei Stunden, sechs Minuten und neun Sekunden hinter sich. Marleen Stroomer (DTC Heerhugowaardtraf) mit zwei Stunden, 52 Minuten und 58 Sekunden mehr als eine halben Stunde vor der Zweitplatzierten ein.

Neben einzelnen herausragenden Sportlern gab es ebenfalls eine Staffelwertung. Hier kämpften Teams mit Namen „Team Knallgas“, „Die Wattmaschinen“, „Team Atemnot“, „Trinkerbell & Don Promillo“ oder auch „TooMatschFun“ um Bestzeiten. Am Erfolgreichsten schnitten dabei die Damen Steffi Gross und Carina Hübner vom RSV Daadetal/NEOGYM Siegen Kaisergarten mit einer Zeit von zwei Stunden und 20 Sekunden in der Jedermann-Distanz ab. Ihr männliches Pendant war das Münker-Werks-Team mit einer Zeit von einer Stunde, 24 Minuten und 39 Sekunden bestehend aus Dennis Pauschert und Flo Zilz. Im Mix waren Sonja Gabriel und Andreas Heinrich vom SV Dillhausen mit einer Zeit von einer Stunde, 47 Minuten und 3 Sekunden das Maß aller Dinge. Mit einer Zeit von zwei Stunden, zwölf Minuten und zehn Sekunden waren es Björn Büdenbender und Stefan Rebohl vom TV Jahn Siegen/TuS Deuz, die sich auf der Kurzdistanz zuerst ins Ziel laufen und fahren konnten. Im Mix dominierten Florian Fürstenau und Jana Schneider vom Team WildWechsel mit einer Zeit von zwei Stunden, 43 Minuten und 26 Sekunden.

Am Mittag konnten Kinder und Jugendliche ab zehn Jahren auf verschiedenen Strecken, die teilweise mit Laufen und Biken bis zu 15 Kilometer lang waren, ihre Kräfte messen. Julian Borresch und Sarah Krumm (beide TSV Dieringhausen) sicherten sich die Siege in der Kategorie Jugend A. In Jugend B waren Sinan Albayarek (Ejot Team TV Buschhütten) und Lina Franczyk (PV Triathlon Witten) erfolgreich. Paul Schneider (Dresdner SC 1898) und Emma Fahrenson (PV Triathlon Witten)konnten jeweils in der Kategorie Schüler A siegen, während Florian Junghanns (TriTeam Siegerland) und Anouk Schneider (Dresdner SC 1898) in der Kategorie Schüler B die Nase vorn hatten.

Alles in allem waren sich die Sportler einig, die „von einer anspruchsvollen Strecke und einem toll organisierten Rennen“ sprachen, das nicht nur Amateur-, sondern auch Freizeitsportler, die sich in aller erster Linie selbst herausfordern wollten, anlockte.

Cross-Duathlon-Challenge „Hünsborn 2 be wild“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare