Berührendes Ergebnis

Fast 24.000 Euro Spenden für Schönauer Indien Initiative "Leonidis"

Knapp 24.000 Euro kamen an Spenden für die Schönauer Indien Initiative "Leonidis" zusammen (Symbolfoto).
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Knapp 24.000 Euro kamen an Spenden für die Schönauer Indien Initiative "Leonidis" zusammen (Symbolfoto).

Schönau - Überraschung, Begeisterung und durchaus auch ein wenig ungläubiges Erstaunen waren der Sprecherin der Schönauer Indien-Initiative, Irmgard Grebe-Quast deutlich anzuhören, als sie eine Bilanz zu dem  erfolgte Spendenaufruf für die von der Corona-Krise betroffenen Tagelöhne in Indien zog.

„Wir hatten auf bestenfalls 5.000 Euro gehofft, um die betroffenen Familien einen weiteren Monat mit dem Nötigsten versorgen zu können – aber dieses Ergebnis übertrifft alle unsere Erwartungen“, so Grebe-Quast und verweist auf die stolze Summe von 23.865 Euro, die aufgrund des Aufrufs gespendet wurden. 

„Zusammen mit den 5.000 Euro, die wir aus den allgemeinen Spendenmitteln zur Verfügung stellen können, reden wir also über mehr als 28.000 Euro, mit denen wir sicherstellen werden, dass 119 Familien – 463 Frauen und Männern, Mädchen und Jungen – in den kommenden Wochen nicht hungern oder gar verhungern müssen“, so Grebe-Quast. Und sie berichtet weiter: „Diese unglaubliche Summe ermöglicht es uns sogar, auch die Ordensschwestern im Norden des Landes bei der Versorgung von vielen Familien in einer ähnlichen Notsituation zu unterstützen. Denn auch von dort erreichte uns inzwischen ein weiterer Hilferuf.“ 

Erster aktiver Spendenaufruf war voller Erfolg

Die Schönauer Initiative Leonidis hatte vor etwas mehr als zwei Wochen erstmalig in der Geschichte ihres zehnjährigen Bestehens aktiv zu Spenden aufgerufen, weil zahlreiche indische Tagelöhner ihre Arbeit verloren und damit verbunden auch keine Einkünfte mehr haben. Die Ordensschwestern der Armen Dienstmägde Jesus Christi, mit denen Leonidis zusammenarbeitet, hatten angesichts dieser Situation ihre eigenen Lebensmittelvorräte mit den Betroffenen geteilt, standen nach kurzer Zeit aber selbst vor leeren Speisekammern und Kassen. 

„Man hatte darauf vertraut, dass die indische Regierung hier schnell und unbürokratisch hilft. Das hatte sich aber als Fehler erwiesen. Obschon unser Grundsatz bislang immer war, dass wir nur von der Situation in Indien berichten, aber nicht zum Spenden aufrufen, wussten wir: In diesem Fall müssen wir eine Ausnahme machen. Hier geht es tatsächlich um Leben und Tod – und darum, dass wir ganz schnell etwas tun mussten“, berichtet Grebe-Quast. Und ganz offensichtlich haben sich zahlreiche Menschen überzeugen lassen. 

Grebe- Quast erzählt in diesem Zusammenhang von berührenden Szenen, die sich abgespielt haben. Denn: „Mir sind da schon die Tränen gekommen, wenn mir Menschen mit ergreifenden Worten Geld überreicht oder in Briefen zugeschickt habe“, so Grebe-Quast. Ähnlich berührt reagierte auch Sr. Betty, Mitglied der Ordensleitung und Generalprokuratorin der Dernbacher Schwestern. 

Großer Dank an Spender für Unterstützung

„Im Namen meiner Mitschwestern und der Menschen in Indien möchte ich Ihnen für die schnelle und rechtzeitige Hilfe danken. Mit Ihrer Hilfe können wir die notwendigen Lebensmittel an die Tagelöhner und ihre Familien verteilen. Wir sind sprachlos über Ihre mitfühlende Liebe zu den Menschen mit weniger Privilegien. Seien Sie versichert, dass sich Hunderte von Familien in Indien mit Wärme und Wertschätzung in ihren Herzen an Sie erinnern.“ 

Alle Spender, die ihre Adresse angegeben haben, werden nun zeitnah ihre Spendenquittung erhalten. „Und wir werden dann auch noch einmal mit einem Brief etwas ausführlicher darüber berichten, wie genau die Hilfe ausgesehen hat, die diese Spenden ermöglicht haben“, versichert Grebe-Quast.

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