Industriebrand in Hünsborn

Jahresabschlussübung der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde Wenden

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Auf dem Gelände der Firma WeberHaus fand die Jahresabschlussübung der Feuerwehleute aus Gerlingen, Hillmicke, Hünsborn und Wenden statt. 

Hünsborn/Wenden. Eine Verpuffung im Spänesilo der Firma WeberHaus mit anschließendem Brand in Warenlager und Produktionshalle. Außerdem ein Küchenbrand im Kantinengebäude. Mehrere Verletzte und Vermisste. Schon von weitem ist die Rauchsäule zu sehen. Und dann sind auch noch die Sprinkleranlage und die Brandmeldeanlage abgeschaltet. Das war das Szenario, das die Freiwillige Feuerwehr der Gemeinde Wenden bei ihrer Jahresabschlussübung am Samstagnachmittag angenommen hat.

Dabei ging es aber nicht nur um die Brandbekämpfung und Rettung der Menschen. Ziel der Übung war auch die Erprobung des Führungs- und Funkkonzeptes der Feuerwehr. Die Einsatzleitung, die Verteilung der Funkkanäle und die Kommunikation mit dem Grundschutz lagen beim Löschzug Hünsborn und den Führungsassistenten. Für den Einsatzbereich „Brandbekämpfung/Menschenrettung“ im Warenlager und im Spänesilo waren die Löschzüge aus Hünsborn und Wenden zuständig. Im Kantinengebäude waren die Löschgruppe Hillmicke und der Löschzug Gerlingen im Einsatz. Das DRK Wenden richtete einen Verletztensammelplatz auf dem Gelände ein. Den Grundschutz leistete der Löschzug Gerlingen mit vier Wagenbesatzungen.

„Es sind rund 90 Feuerwehrleute vor Ort. Wie haben aber natürlich nicht alles ,aufgetischt‘. Schließlich müssen wir ja auch den Grundschutz gewährleisten, falls es einen echten Einsatz gibt“, erklärte Gemeindebrandmeister Wolfgang Solbach.

Rund 90 Einsatzkräfte vor Ort

Unter schwerem Atemschutz drangen die Einsatzkräfte in die stark verrauchten Gebäude ein. „Der Eigenschutz ist wichtig. Schließlich sterben mehr Menschen durch die Rauchgase als durch das Feuer“, sagte Solbach. Zur Brandbekämpfung wurde auch die Drehleiter des Löschzugs Wenden eingesetzt.

Am Ende zeigte sich Solbach zufrieden mit der Jahresabschlussübung: „Es ist alles geregelt und in Ruhe abgelaufen. Das ist ganz wichtig. Die Wasserversorgung war ausreichend, alle Übungsziele wurden erreicht.“

Jahresabschlussübung der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde Wenden in Hünsborn

Bemerkenswert war, dass viele Kinder Interesse an der Übung hatten. Das veranlasste Kreisbrandmeister Christoph Lütticke dazu, Werbung für eine Kinderfeuerwehr zu machen. „Es wäre toll, wenn Wenden die erste Kommune im Kreis wäre, die eine Kinderfeuerwehr hat“, sagte er an Solbach gewandt. Ab 6 Jahren könnten Kinder dann in die Feuerwehr aufgenommen werden. „Dabei geht es nicht so sehr um feuerwehrtechnische, sondern auch um pädagogische Aspekte“, sagte Lütticke weiter. Er schränkte aber auch ein, dass die Feuerwehr im Kreis Olpe mit rund 460 Jugendfeuerwehrleuten sehr gut aufgestellt ist. Und Wendens Bürgermeister Bernd Clemens erklärte, dass dieses Thema in der Politik bereits besprochen worden sei: „Wir haben so viel Nachwuchs in der Feuerwehr, da ist das nicht erforderlich.“

So oder so müsste sich die Gemeinde Wenden mit der Einrichtung einer Kinderfeuerwehr beeilen, denn entsprechende Planungen laufen laut Lütticke auch schon in Olpe.

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