SPD Wenden nominiert Kandidaten für Kommunalwahl

Jutta Hecken-Defeld zur Bürgermeisterkandidatin gewählt

Die SPD Wenden wählte die Parteivorsitzende Jutta Hecken-Defeld  einstimmig zur Bürgermeisterkandidatin

Wenden – Die SPD Wenden nominierte in der Bibliothek der GesamtschuleWenden in einer rund dreistündigen Versammlung ihre Kandidaten für die Kommunalwahl und zieht mit einem ausgewogenen Verhältnis von Männern und Frauen in den Wahlkampf. Die Parteivorsitzende Jutta Hecken-Defeld wurde mit einstimmigem Votum zur Bürgermeisterkandidatin gewählt.

Damit gibt es in Wenden auch wieder eine Bewerberin um das Amt des Hauptverwaltungsbeamten. In der großen Bibliothek war gewährleistet, dass die Abstands- und Hygienevorschriften eingehalten werden konnten. Als besonderen Gast konnte der SPD-Landratskandidat Bernd Banschkus aus Attendorn begrüßt werden. 

Jutta Hecken-Defeld ließ die Fraktionsarbeit noch einmal Revue passieren. Sie erinnerte unter anderem an den beharrlichen Einsatz für eine Gesamtschule in Wenden. „Die Schülerzahlen haben sich gut entwickelt und bald kann das erste Mal Abitur in Wenden gemacht werden.“ Um die Gesamtschule weiter zu stärken befürwortet die SPD Wenden einen Schwimmbadneubau am dortigen Standort, um unter anderem dort die Möglichkeiten des Sportabiturs zu erweitern. Das wäre ein Alleinstellungsmerkmal und würde auch zur Standortsicherung beitragen. 

Auch der Erwerb der Stromnetze wurde seinerzeit von der SPD angestoßen. Jetzt profitiert die Gemeinde davon und es werden erste Gewinne im niedrigen sechsstelligen Bereich eingefahren. Als touristischen Pluspunkt kamen vier Wohnmobilstellplätze ins Wendebachtal. 

Plan für die Zukunft

Jutta Hecken-Defeld stellte den Zukunftsplan 2030 vor, der Themenschwerpunkte setzt und die Leitplanken für das politische Handeln der SPD Wenden aufstellt. Jutta Hecken-Defeld möchte für ein soziales und wirtschaftlich zukunftsfähiges Wenden eintreten. Bürger jeden Alters und jeder Lebenssituation sollen ein gutes Umfeld vorfinden, dazu gehören passende Wohnungsangebote genauso, wie ein bedarfsorientiertes Schul-, Freizeit-, Versorgungs- und Betreuungsangebot.

 „Ich bin überzeugt, dass der Bedarf an Klassen und Lehrkäften über Jahre im Voraus berechenbar ist. Die Zahlen liegen in der Verantwortung der Verwaltung - die Politik muss die erforderlichen Maßnahmen treffen. Unser Augenmerk muss weiter auf der Schaffung und Sicherung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen liegen. Dazu müssen wir auf die Ansiedlung von Unternehmen Wert legen und neue Gewerbeflächen entwickeln. Die wichtigsten aktuellen Themen seien der Flächennutzungsplan, der Breitbandausbau, der Um- und Neubau der Feuerwehrgerätehäuser, die hohen Investitionen in die Schulen, der Neubau bzw. die Sanierung des Schwimmbades in Wenden sowie die Entwicklung des Balcke- Dürr-Geländes, von dem auch die Entstehung weiterer Bauplätze in den Ortschaften Heid und Rothemühle abhängen. Beim Schwimmbad Wenden fährt die SPD einen klaren Kurs und befürwortet den Neubau an der Gesamtschule.“ 

Die Klammer um all diese Punkte sei jedoch das Miteinander-ins-Gesprächkommen, um gemeinsame Wege zu finden. „Die finanzielle Situation der Gemeinde steht bisher auf soliden Füßen. Hoffen wir, dass nicht zu viele Investitionen durch eine Konjunkturverschlechterung zurückgestellt werden müssen und Bund und Land mit einem angemessenen Rettungsschirm die finanziellen Einbußen bedingt durch die Corona-Krise zumindest abfedern.“ Der Zukunftsplan der SPD Wenden ist auf der Homepage einsehbar.

Kandidaten für die Wahlkreise

Das Team der Kandidaten für die Wahlkreise sowie die Reserveliste wurde einstimmig gewählt. Die Wahlkreise sind folgendermaßen besetzt:

  1. Wenden Nord-West, Möllmicke Nord-Ost: Sibille Niklas 
  2. Wenden Süd-West: Matthias Böhler
  3. Wenden Ost: Helmut Schönauer 
  4. Möllmicke: Stephan Niederschlag 
  5. Gerlingen Süd: Sven Scharz 
  6. Gerlingen Nord-Ost: Astrid Gahlbeck 
  7. Hillmicke/Wendenerhütte/Büchen/Huppen/Schwarzbruch: Jürgen Gurres 
  8. Hünsborn West: Catrin Stockhecke-Meister 
  9. Hünsborn Süd-Ost: Margaret-Inge Bruch
  10. Hünsborn Nord-Ost: Thorsten Hess 
  11. Altenhof: Astrid König-Ostermann 
  12. Schönau Ost/Altenwenden/Girkhausen: Gabriele Hoffmann 
  13. Schönau West/Elben/Scheiderwald: Hildegund Hennrichs 
  14. Rothemühle/Rothenborn/Heid/Trömbach/Bebbingen: Jutta Hecken-Defeld 
  15. Römershagen/Döingen/Dörnsch./Vahlbert/Brün/Hoffnung: Ludger Reuber 
  16. Ottfingen Süd: Robert Kirchner-Quehl 
  17. Ottfingen Nord: Robert Dornseifer

Die Reserveliste wird von der Bürgermeisterkandidatin Jutta Hecken-Defeld angeführt. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Stephan Niederschlag, Wahlkreiskandidat für Möllmicke, strebte keinen Listenplatz an und muss, um wieder in den Gemeinderat einzuziehen, ein Direktmandat holen. „Wer Stephan haben will, muss auch Stephan wählen“, betonte der Versammlungsälteste Lutz Schabelon, der die Wahlgänge leitete. 

Klimapolitik und bezahlbarer Wohnraum

Landratskandidat Bernd Banschkus griff in seinem Grußwort die wichtigsten Ziele für das Handeln des Kreises auf. Das betraf unter anderem die verfehlte Vorbildfunktion des Kreises in Sachen Klimapolitik. Als Landrat möchte er dafür sorgen, dass der Kreis einen erkennbaren Beitrag zur Energiewende leistet und die Entwicklung regenerativer Energiequellen vorantreibt. 

Bernd Banschkus kritisierte die Betreuungssituation in den Einrichtungen im Kreis Olpe, nach der sich die Personalsituation in den Tageseinrichtungen für Kinder schlechter darstellt als der durchschnittliche Wert des Personalschlüssels in NRW.  Als Landrat wolle er die Qualität als erstes Kriterium setzen, danach erst die Wirtschaftlichkeit. Bei dem Mangel an bezahlbarem Wohnraum solle die Gründung einer eigenen Wohnungsbaugesellschaft Abhilfe schaffen oder aber die namhafte Beteiligung an der bestehenden Wohnungsbaugenossenschaft Olpe. 

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