Realschüler und Franz-Josef Henke entwerfen Stahlskulpturen Kunstunterricht mal anders

Realschüler und Franz-Josef Henke entwerfen Stahlskulpturen 

Ein echter Hingucker: Diese Menschengruppe wartet jetzt gemeinsam mit den Schülern an der Buswende des Schulzentrums. Fotos: Miriam Hubmayer

Wenden/Gerlingen. Sie bringen Farbe an das Konrad-Adenauer-Schulzentrum und an den Fahrradweg zwischen Gerlingen und Wendenerhütte: Die drei lackierten Stahlskulpturen entwarfen Wendener Realschüler kurz vor den Sommerferien – und in Zusammenarbeit mit dem Gerlinger Künstler Franz-Josef Henke wurden diese zur Realität.

„Ich habe schon mal mit den Schülern aus dem Leistungsfach Kunst im graphischen Bereich gearbeitet“, erzählt Henke. Seine Idee mit den Schüler Stahlskulpturen zu bauen und so den Kunstunterricht mal etwas anders zu gestalten, stieß bei Lehrerin Marianne Eckhardt-Dörr auf offene Ohren.

Das „Gebrochene Herz“ passt perfekt an das Wendener Schulzentrum – schließlich sind gebrochene Herzenbei Jugendlichen meist ein Dauerthema.

Aus der Vielzahl der beeindruckenden Modelle, die aus den Federn der talentierten Kunstschüler stammten, wurden drei zur Realisierung ausgesucht: ein gebrochenes Herz (Modell von Loreen Zöller), eine Menschengruppe (Björn Brüser) – diese beiden Skulpturen stehen am Wendener Schulzentrum – und ein Fahrrad (Michelle Fuchs), das nun ein Hingucker am Radweg zwischen Gerlingen und Wendenerhütte ist. „Insbesondere das gebrochene Herz fand ich sehr passend an einem Schulzentrum“, schmunzelt Henke.

Dank guter Organisation und der Hilfe vom Bauhof der Gemeinde Wenden wurden die schweren Stahlkunstwerke bereits vor den Sommerferien installiert. „Ich habe viel positives Feedback dafür bekommen“, freut sich der Gerlinger Künstler. Ein weiteres Kunstwerk von Franz-Josef Henke mit dem Titel „At Work“ ist außerdem im Museum Wendener Hütte zu sehen. In diesem Werk geht es um die Hirnfunktionen – dargestellt in Zahnrädern, die diese an der jeweiligen Stelle im Hirn symbolisieren. „Das menschliche Gehirn hat mich schon immer fasziniert“, so Henke. „Es arbeitet immer, bei Tag und bei Nacht, in Narkose und im Koma.“ Inspiriert wird er dabei häufig von Bildhauern, wie dem Amerikaner Richard Serra, der vor allem durch seine Konstruktionen aus großen Stahlzylindern und Stahlblöcken berühmt wurde.

Der Künstler hat noch viele weitere Ideen – insbesondere für das Gelände des Museums Wendener Hütte. „Hier ist aber noch nichts spruchreif“, betont er. Auch eine weitere Zusammenarbeit mit den Schülern aus dem Konrad-Adenauer-Schulzentrum kann er sich gut vorstellen, damit noch weitere Skulpturen das Wendener Land verschönern.

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