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Lena Deitert aus Brün plant Freiwilligendienst in Buga

Lena Deitert aus Brün plant ihren Freiwilligendienst in Kolumbien.

Brün – Buga, genauer Guadalajara de Buga, liegt im westlichen Teil Kolumbiens am Rande der Anden. Die Gemeinde ist unterteilt in zwei Zonen, die Flachlandzone am Ufer des Rio Cauca und eine Gebirgszone in der Zentralkordillere der Anden – mit Höhen zwischen 969 und 4210 Metern. Ein Ort, in dem es trotz malerischer Lage an Perspektiven für Jugendliche mangelt. Und genau hier wird Lena Deitert aus Brün ein Jahr als Freiwilligendienstlerin verbringen.

„Die spanische Sprache und die Kultur Südamerikas faszinieren mich schon lange – nach dem Abitur wollte ich außerdem gerne nochmal ist Ausland“, erzählt Lena im Gespräch mit dem SauerlandKurier. Auslandserfahrung hat die junge Brünerin schon sammeln können: Sie war bereits vier Monate in Neuseeland und zwei Monate in Spanien. Derzeit besucht sie die zwölfte Klasse der Franziskusschule.

„Als ich angefangen hab zu recherchieren war für mich klar: Ich möchte gerne nach Südamerika.“ Dabei stieß sie auf der Homepage von „weltwärts“, auf der entwicklungspolitische Freiwilligendienste vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gebündelt und gefördert werden, auf die Organisation „World Horizon“. Diese bietet Freiwilligendienste in Südamerika an. Die Non-Profit Organisation setzt sich für die Überwindung sowohl von nationalen und ethnischen Grenzen als auch von sozialer, finanzieller und kultureller Benachteiligung ein. Ziel ist es, in der Begegnung mit Menschen nach Wegen hin zu einer friedlichen und gerechten Gesellschaft zu suchen.

Fremdsprachenunterricht verbessern

„Besonders gut gefiel mir, dass fast alle Mitarbeiter von World Horizon ehemalige Freiwillige sind, die ja genau wissen wovon sie reden und wissen, was auf uns zu kommt“, erklärt Lena. Sie entschied sich für das Projekt in Buga, Kolumbien – nicht gerade das klassische Reiseziel 17-Jähriger.

Das Projekt befindet sich in einer Organisation die Kindern und Jugendlichen aus sozial-schwachen Familien durch Bildung bessere Zukunftsperspektiven bietet. Die Organisation unterstützt öffentliche Schulen unter anderem durch die Vermittlung von Freiwilligen mit dem Ziel, den Fremdsprachenunterricht dort zu verbessern. „Ich werde dort die Englischlehrer unterstützen – denn es gibt hier massive Differenzen in der Bildung zwischen privaten und öffentlichen Schulen.“ Englisch als Weltsprache habe sich noch nicht etabliert – „das stellt ein ernstes Problem in Sachen Zukunftsperspektiven dar – gerade in den Zeiten zunehmender Globalisierung“, sagt die Schülerin. Außerdem wird sie Deutschkurse zur Vorbereitung auf das Goethe-Examen geben, damit Kolumbianer ihren Freiwilligendienst in Deutschland absolvieren können.

Auswahlverfahren in Berlin

Beim Auswahlverfahren in Berlin musste Lena bereits unter Beweis stellen, dass sie Unterricht vorbereiten kann. Außerdem gab es Diskussionsrunden zu kontroversen Themen wie „Sollten Drogen legalisiert werden?“ Ein Jahr Vorbereitung wartet jetzt auf die Hobby-Kickboxerin, mit mehreren Seminaren, in denen die jungen Menschen bestmöglich auf das vorbereitet werden, was sie im Ausland erwartet- Wohnen wird Lena bei einer Gastfamilie. 

„Meine Eltern unterstützen mich voll bei meinem Projekt – das ist echt super“, freut sie sich. Sie ist ehrenamtlich bei der „Brücke Südwestfalen“ engagiert und packt in der Ferienbetreuung der Max von der Grün-Schule mit an. 75 Prozent werden durch das BMZ gefördert, den restlichen Teil für den Aufenthalt müssen die Freiwilligen durch Spenden aufbringen. Lena: „Wenn Sie diese Ziele auch für wichtig halten und mich unterstützen, würde ich mich sehr freuen.“ Für den SauerlandKurier wird die Brünerin außerdem von ihrem Aufenthalt dort berichten.

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