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Nach dem Tsunami: die Armut ist nicht zu fassen

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Die armen Kinder waren begeistert von den Geschenken aus Hillmicke. Foto: SK
Die armen Kinder waren begeistert von den Geschenken aus Hillmicke. Foto: SK

Hillmicker Rainer Ecker war wieder vor Ort in Thailand

Hillmicke. (mib)

Schon seit einigen Jahren, der SAUERLANDKURIER berichtete, engagiert sich der Hillmicker Rainer Ecker für die Opfer des Tsunami in Thailand. Seine Tochter Katharina hat damals die Bilder gesehen und fand, dass man dort unbedingt helfen müsste. Vor kurzem flog der engagierte Hillmicker Rainer Ecker erneut nach Thailand, bewaffnet mit einem über 40 Kilo schweren Koffer, in dem zahlreiche Sachspenden auf Verteilung warteten. T-Shirts, Spielzeug und Schulsachen sollten an die Kinder in einer Schule gehen. "Und dann kam der Schock, etwas, das ich gar nicht bedacht hatte: es waren Schulferien," erzählt Ecker. Da stand er nun mit dem Koffer und der Frage: Was jetzt: Eine Bekannte hatte schließlich die Idee: in ihrem kleinen Dorf bestand auch dringender Bedarf nach Spenden. So fuhr man ins Hinterland etwa 100 Kilometer von Bangkok entfernt. "Die Armut hier war unglaublich. In den kleinsten, zusammengezimmerten Hütten leben die Thailänder hier. Aber die Spenden erreichen sonst nur die vom Tsunami direkt betroffenen Gebiete. Die im Hinterland lebenden Thais haben da gar nichts von. Sie leben in von uns unvorstellbarer Armut!" Ecker war zunächst geschockt von den Zuständen in dem Dörfchen Ban Bu Tam Yae. "Nach und nach macht dann unsere Ankunft die Runde. Aus allen Ecken des Ortes strömten Kinder zusammen, endgültig waren es 34. Brav und ruhig stellten sie sich in einer Reihe auf und warteten auf die Geschenke. Das war total beeindruckend", so der ehemalige Radsportler. Seine Bekannte und er machten sich daran, die Spenden möglichst gerecht unter den Kinder zu verteilen: die kleinen zwischen drei und sechs Jahren bekamen eine Schulstartergarnitur, die größeren Kinder T-Shirts. Auch die Spielsachen wurden gerecht unter den aufgeregten Kids verteilt. "Die Freude war riesig und die Augen der Kinder leuchteten. Hier mangelt es einfach an allem", erläutert der Hillmicker. "Die Kinder und natürlich auch ich möchten uns ganz, ganz herzlich bei allen Spendern bedanken, besonders auch natürlich bei den vielen, vielen Privatspendern," bedankt sich Rainer Ecker auch im Namen der Kinder. "Bei meinem nächsten Aufenthalt in Thailand werde ich mich dann mit der Schulleitung und den Lehrern einer Schule in Kao Lak zusammen setzen. Dorthin werden die Geldspenden gehen. Dafür auch einen riesigen Dank. Stolze 1000 Euro warten auf ihren Einsatz in der thailändischen Schule," freut sich Ecker über die große Hilfsbereitschaft hier. "Das ist alles unglaublich. Und das Geld wird so dringend gebraucht. Die Armut dort ist für uns oft einfach nicht zu fassen!"

Selbstverständlich sind auch weiterhin Spenden möglich, von denen man sicher sein kann, dass sie ihr Ziel auch wirklich erreichen: bei der Volksbank Wenden mit der BLZ 46261822 gibt es ein Konnte mit dem Namen "Flutopfer Asien" Kontonummer: 11456912.

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