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Punktlandung für Weiterbau

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HTS/A4: 130 Millionen Euro teures Projekt wird fristgerecht fertiggestellt

Wenden. (tip)

Das nennt man wohl eine "Punktlandung": Vor fünf Jahren wurde der 1. Dezember 2006 als Freigabe-Termin für die größte Baustelle in Nordrhein-Westfalen anvisiert. Und tatsächlich: Ab nächsten Freitag kann der Verkehr zwischen Gerlingen und Kreuztal rollen.Der Weiterbau der A4/HTS wird etwas weniger als die veranschlagten 130 Millionen Euro verschlingen. Das teilte Ludger Siebert, der Leiter der Niederlassung Siegen von Straßen.NRW, mit. Dennoch: Hält man sich vor Augen, dass das Projekt lediglich eine Strecke von rund 15 Kilometern beinhaltet, kommt man auf eine Summe von etwa 8,5 Millionen Euro pro Kilometer Straße. Siebert sieht die Gründe unter anderem in dem vorhandenen Streckenprofil. Autofahrer machen eine regelrechte Berg- und Talfahrt mit, ohne davon etwas mit zu bekommen. Alleine acht Talbrücken verbinden Sieger- und Sauerland miteinander. Die längste ist die Talbrücke Elben mit einer Länge von 4321 und einer Höhe von 57 Metern.

Bis Freitag müssen noch einige Restarbeiten verrichtet werden. Bleibt das Wetter trocken, werden die Markierungen angebracht. Die Beschilderungen sind vorerst provisorischer Natur. Der Leiter der Siegener Niederlassung teilte mit, dass die benötigten Mengen an Stahl für die Träger nicht termingerecht lieferbar waren. Der Stahl boomt — und wird damit zu einem knappen Rohstoff. Bis Ende Dezember soll dieser kleine Makel aber behoben sein.

Staatssekretär Hennerkes (Bundesverkehrsministerium) sowie NRW-Verkehrsminister Oliver Wittke werden den Verkehr im Rahmen eines Festaktes am nächsten Freitag, 1. Dezember, freigeben. Dazu sind alle interessierten Bürger herzlich eingeladen. Die Feier soll in Höhe der Überführungsbrücke zwischen Gerlingen und Dahl stattfinden. Parkplätze gibt es auf dem Sportplatz Gerlingen. Anschließend führt ein Autokorso über die komplette Strecke in beide Richtungen. Am Schützenplatz Elben wird ein Festzelt aufgebaut. "Mit der Straße, die nicht gewollt war, hat man sich in Elben mittlerweile arrangiert", meinte Siebert. Gegen 16 Uhr kann dann der normale Verkehr auf der neuen Strecke rollen.

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