Privates Ständchen statt Benefizkonzert

Quintett des Musikkorps der Bundeswehr überrascht Thorsten Voß

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Ein Quintett des Musikkorps der Bundeswehr war bei Thorsten Voß zu Gast, um ein Ständchen zu spielen.

Rothemühle – Ursprünglich hatte das Musikkorps der Bundeswehr aus Siegburg geplant, Ende April ein Benefizkonzert zugunsten der ALS-Spendeninitiative „Sternenlicht“ von Thorsten Voß aus Rothemühle in der Stadthalle Attendorn zu spielen.

Doch Corona machte dem einen Strich durch die Rechnung - „also kommt das Konzert halt zu Ihnen“, lachte Christoph Scheibling, Dirigent des Musikkorps, als ein Quintett des Orchesters am Dienstagmittag zu Gast in Rothemühle war, um Voß ein Ständchen zu spielen. Stephan Müller, Jan Pompino (Trompeten), Andreas Bachmann (Horn), Daniel Ridder (Euphonium) und Sören Wehn (Tuba) spielten Stücke wie „Swing low“, „Sons of the Brave“, „Highland Cathedral“ und „Marsch des Hannoverschen Infantrieregiments“. 

Gelungene Überraschung: Thorsten Voß war zu Tränen gerührt.

Doch nicht nur Live-Musik hatten die Musiker im Gepäck, Scheibling überreichte Thorsten Voß einen Stapel CDs des Musikkorps. Scheibling und Musikzugführer Matthias Reißner betonten, dass solche Auftritte derzeit die einzigen seien, die das Musikkorps absolvieren könne. Reißner zollte Voß Anerkennung: „Es ist bemerkenswert, wie du mit deiner Situation umgehst und welche Stärke du zeigst.“ 

Thorsten Voß, durch die Überraschung zu Tränen gerührt, erklärte, dass auch seine Spendeninitiative derzeit zum Erliegen gekommen sei: „Es hat sehr gut angefangen, aber durch die Corona-Situation ist das Spendenaufkommen aktuell bei Null“, so der selbst an ALS erkrankte Familienvater.

 „Wir werden das geplante Konzert aber im großen Rahmen nachholen, wenn es wieder möglich ist. Das ist für uns eine Herzensangelegenheit“, versprach Scheibling.

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