Umsetzung kein einfaches Unterfangen

Sehen, wohin man schaut: Infotafeln an der Heider Aussichtsplattform installiert

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Rund zweieinhalb Jahre nach der Einweihung der Aussichtsplattform auf dem „Knippchen“ zeigen drei Infotafeln den Besuchern, was genau sich in deren Blickfeld befindet.

Heid – Sie ist ein wahres Schmuckstück geworden, allerdings bislang mit einem kleinen Haken: die Aussichtsplattform auf dem „Knippchen“ in Heid. Hier, 458 Meter über dem Meeresspiegel können Besucher die 6,70 Meter hohe Plattform erklimmen und einen beeindruckenden Blick über die Landschaft genießen. Allerdings: Menschen, die nicht ortskundig waren, wussten bislang nicht, wohin sie schauen. Das hat sich jetzt geändert. Denn der Heimat- und Förderverein Heid hat drei Infotafeln an der Plattform installiert.

„Mancher hat uns seit der Einweihung im Jahr 2017 angesprochen, dass solche Infotafeln fehlen würden“, erklärt Stefan Weber, Ortsvorsteher und Vorsitzender des Heimat- und Fördervereins im Gespräch. Zwar hatte der Verein bereits während der Planung entsprechende Tafeln im Blick gehabt, allerdings wurde schnell deutlich, dass die bis zur Eröffnung nicht fertig werden würden. Und auch danach war das Ganze kein einfaches Unterfangen: „Es war schwierig, jemanden zu finden, der die Infotafeln nach unseren Vorstellungen fertigstellt.“ Verschiedene Anfragen brachten keinen Erfolg, bis der Heimat- und Förderverein auf Johannes Rosenthal aus Schönau aufmerksam wurde, der die Tafeln realisieren konnte. 

So können die Besucher jetzt an drei Seiten der Aussichtsplattform genau sehen, wohin sie schauen – die verschiedenen Landmarken sind deutlich gekennzeichnet. Außerdem laden Fotos aus Heid ein, nach der Aussichtsplattform auch den Ort zu besuchen: „Ziel des Gesamtkonzeptes ist es, Gäste in den Ort zu holen“, so Stefan Weber. Kostenlos gab’s die Infotafeln nicht: „Durch Unterstützung von Sparkasse, Gemeinde und durch den NRW-Heimatscheck konnten wir die Tafeln finanzieren“, erklärt Weber. 

Er zeigt sich zufrieden mit der Nutzung der Plattform: „Bei gutem Wetter verzeichnen wir einen kontinuierlichen Fluss von Gästen, ohne dass der Ort überlaufen wäre. Wir haben viele auswärtige Besucher, manchmal ganze Gruppen von Radfahrern.“ Mittlerweile stehen auf dem „Knippchen“ auch Bänke und ein Abfalleimer, Schilder weisen vom Radweg auf die Plattform hin. 

Der Ausblick auf die Zukunft hängt laut Weber mit Planungen der Gemeinde zusammen: mit dem Ausbau des Fahrradwegs auf der ehemaligen Bahntrasse nach Wildenburg und mit der Weiternutzung des früheren Balcke-Dürr-Geländes in Rothemühle: „Wir stehen da in engem Kontakt mit der Gemeinde. Diese Pläne sind entscheidend für den Ort.“ Denn beides ist dazu geeignet, Heid für Besucher noch attraktiver zu machen. Wie das Schmuckstück Aussichtsplattform, das über dem bezaubernden Ort thront.

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