Soziale Kontakte und Entlastung

Einweihungsveranstaltung der Tagespflege des Caritas-Zentrums in Wenden

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Pfarrer Martin Eckey, Pfarrer Ludger Vornholz und Tagespflegeleiterin Anne Solbach (v.l.) bei der Segnung der Räume. 

Wenden. Die neue Tagespflege der Caritas in Wenden öffnete bereits am 1. Mai ihre Türen. Am vergangenen Mittwoch wurde sie nun offiziell eingeweiht.

Bereits 40 Gäste hätten in der kurzen Zeit seit der Eröffnung den Weg zur neuen Tagespflege gefunden, berichtet Anne Solbach, die Leiterin der Tagespflege. Sie leitete zuvor 14 Jahre lang die Tagespflege in Elspe. Sie freue sich nun in „ihrer Heimat“ tätig zu sein. Einige Gäste sind dementiell Erkrankte, Senioren, die soziale Kontakte suchen und körperlich Beeinträchtigte. Sie kommen einmal in der Woche oder je nach Bedarf auch öfter. Für die Angehörigen sei dies eine große Entlastung. Bei einem ersten Gespräch und Kennenlernen werde geklärt, wie viel Unterstützung der jeweilige Besucher brauche. Die Tagespflege sei das Gesellenstück, mindestens der Meister werde noch folgen, sagte Zentrumsleiter Vinzenz Hohleweg.

Der Aufsichtsratsvorsitzende der Caritas-Tochtergesellschaft Alten- und Krankenhilfe der Caritas (AKC), Christoph Heuel, dankte allen, die mit „Fleiß und Kreativität“ an der Tagespflege beteiligt sind. „Die Räumlichkeiten sind nur der Rahmen und die Hülle. Die Tagespflege lebt von den Menschen“, so Heuel. Sie solle neue Impulse für die Alten- und Seniorenpflege liefern.

Möglichst lange zu Hause bleiben

„Wir wollen es alten und pflegebedürftigen Menschen ermöglichen, möglichst lange zu Hause oder zumindest in der Region bleiben zu können“, so Heuel weiter.

Der Geschäftsführer des Caritasverbandes für den Kreis Olpe und der AKC, Christoph Becker, berichtete von den Widrigkeiten der Bürokratie auf dem Weg bis zur Eröffnung der Tagespflege. Durch diese kam es zu Verzögerungen, sodass die Tagespflege erst im Mai 2016 statt wie geplant im September 2015 eröffnet wurde. Unter anderem ging es dabei um Brandschutzvorschriften. Die Löschwasserversorgung, die durch einen angrenzenden Teich sichergestellt werden sollte, musste erst auf dem Papier bestätigt werden. Dies gestaltete sich jedoch schwierig, weil die Genehmigung für den Teich abgelaufen gewesen sei. Weitere gute Nachrichten hatte Becker auch zu verkünden: Er könne nicht sagen, wann „der Bagger komme“, geschweige denn, wann die Einweihung sein werde, aber es stehe fest, dass der Ersatzneubau für das Caritaszentrum Wenden nun gebaut wird.

Bürgermeister Bernd Clemens betonte, dass die Tagespflege ein Gewinn für die Infrastruktur Wendens sei – als Entlastung für die pflegenden Angehörigen, aber auch für die Senioren, die den Wunsch nach sozialen Kontakten außerhalb der Familie haben. Die Gemeinde Wenden steuerte als Einweihungsgeschenk ein Geldgeschenk für die Anschaffung einer mobilen Holzkegelbahn bei.

Pfarrer Martin Eckey und Ludger Vornholz segneten bei einer ökumenische Andacht die Räumlichkeiten.

Laura Solbach und Christian Jung begleiteten die Veranstaltung mit Gesang und Querflöte sowie Klavier.

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