Aus dem Nebel in die Sonne

Video „Leave“ von TIL knackt 25.000 You-Tube Aufrufe

Düster, melancholisch, trüb: Passend zum Titel „Leave“ – verlassen – inszenieren die drei Jungs von TIL das Video, das derzeit bei YouTube abräumt. Fotos: Screenshots „Leave“

Wenden. Ein Hammer-Geschenk für Drummer Jona Boubaous: Pünktlich zu seinem 18. Geburtstag am Donnerstag knackte das neue Video zur Single „Leave“ die 25.000 Aufrufe bei „YouTube“. Ziemlich fassungslos sitzen die drei Jungs von TIL in ihrem Facebook-Post auf einer Hollywood-Schaukel im Garten – und können nur eines sagen: „Danke“.

Düster, melancholisch, triste Farben – so zeigen sich die drei Wendschen in ihrem neuen Video. Nebel wabert durch die verfallenen Räume, die Bilder sind verwackelt, teils unscharf, mal zieht eine lange Kamerafahrt über eine Reihe Kerzen hinweg – mal reißt Sänger Dennis Wurm Tapete von der Wand. „Die Szene kommt noch in ein Video mit Outtakes vom Dreh“, grinst der 18-Jährige am Mittwochabend im Probenraum der Band. „Da ist der halbe Putz mit runter gekommen.“ 

Das Drehbuch zum Video haben die drei Musiker selbst entwickelt, gedreht wurde es von Kumpel Jan Lange in einem seit Jahren verfallenen Haus in Schönau – die perfekte Kulisse zum düsteren Song. Die drei Jungs sind zunächst in einzelnen Räumen zu sehen, gehen aber zum Abschluss gemeinsam aus dem Gebäude ins helle Sonnenlicht – als Zeichen ihrer starken Freundschaft. „Wir wollten lieber in Eigenregie drehen – und keine Firma damit beauftragen“, erzählt der dritte im Bunde, Bassist Enis Gülmen. Den Schnitt übernahm Alicia Zimmermann. „Das ist echt super geworden. Wir haben insgesamt vier Stunden gedreht, daraus dann vier Minuten zusammen zu schneiden ist eine echte Herausforderung“, bedanken sich Enis, Dennis und Jona.

Konzertreihe „TIL my school“ 

Dass das Video bei „YouTube“ dann so erfolgreich wurde hat TIL wirklich überrascht. „Unglaublich, wie viele das Video geteilt haben. Und auch größere Seiten wie ,Music Store‘ haben dazu beigetragen, dass die 25.000 so schnell überschritten wurden.“ Nachdem sie im vergangenen Jahr beim „toys2masters“-Wettbewerb deutschlandweit Aufmerksamkeit auf sich zogen, wollen die Jungs nur noch eines: Musik machen, Live spielen, Konzerte geben. „Wir können uns gar nicht vorstellen, etwas anders zu machen“, erzählt Jona. Täglich proben die drei Jungs, schreiben eigene Songs, arbeiten für ihren Traum. Enis und Dennis haben gerade ihr Abitur und Jona sein Fachabitur bestanden. Jetzt nehmen sie sich ein Jahr Zeit – und starten mit der Konzertreihe „TIL my school“ (der SauerlandKurier berichtete) durch: „Pausen in der Schule sind einfach zu langweilig... Welcher Schüler kennt das nicht? Daher können sich Schüler oder Leher einfach bei uns melden, egal ob per Mail, Facebook oder Anruf und sich um ein Überraschungskonzert in der Pause bewerben“, rufen sie auf ihrer Homepage til-official.de auf. „Wir sind gerade dabei, diese Tour zu planen“, erklärt Dennis.

 Im September soll es dann dank ihres Ex-Lehrers Marco Selent, der den Jungs einen Bulli leiht, „on the road“ gehen. Ein ganz besonderes Highlight steht am 16. September an – TIL spielen einen Gig im „Indra“ in Hamburg. „Dort spielten am 18. August 1960 die Beatles das erste Mal in Deutschland – es ist echt eine Ehre, dort auftreten zu dürfen“, berichtet Enis. Und bis dahin haben die drei TIL-Jungs ein klares Ziel: die 50.000-Videoaufrufe bei YouTube zu knacken.

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