Warten hat ein Ende: Endspurt für Jecken

Schönauer Karnevalisten entzerren die kurze Session: Prunksitzung eine Woche vorverlegt

Schönau. (mib)

"...Und ein dreifaches ,Schönau Helau!Œ" heißt es in diesem Jahr schon eine Woche früher als sonst: Die Prunksitzung und damit das Highlight der Schönauer Session, wurde um eine Woche vorverlegt, auf Samstag, 26. Januar, zur Entzerrung der Karnevalszeit. "Wir befinden uns jetzt im Endspurt der kürzesten Session seit 150 Jahren. Es geht Schlag auf Schlag", so Thomas Dröscher, Vorsitzender des Schönauer Karnevalvereins, bei der Programmvorstellung am Freitagabend. "Für die Profis im Rheinland kein Problem, aber uns hat die knappe Terminierung förmlich überrollt", ergänzte Präsident Peter Schmidt. Daher beschloss der Verein etwas in den mehr als 40 Jahren seines Bestehens noch nie Dagewesenes: die Verlegung der Prunksitzung auf besagten Samstag, 26. Januar. Ab 18 Uhr ist Einlass und pünktlich um 19.11 Uhr fällt der Startschuss zum närrischen Treiben. "An dem eigentlichen Karnevalswochenende drängt sich eine Sitzung an die andere und diese haben oft gegen den Kölner Karneval keine Chance. Aber der Hauptgrund ist natürlich eine Entzerrung des Programms", erläuterte Schmidt weiter. So haben die Schönauer Jecken kein dreitägiges Nonstop-programm zu bewältigen, sondern etwas mehr Zeit: "Schließlich besuchen wir ab diesem Wochenende bis Aschermittwoch insgesamt 21 Veranstaltungen", meinte Dröscher.

Und damit es am 26. Januar im Zelt auch mächtig rund geht, haben sich die Karnevalisten wieder ein "dolles" Programm einfallen lassen. Nach dem Einzug des Prinzenpaares Carmen I. und Michael III., des Elferrats mit Präsident Peter Schmidt und Ehrenpräsident Seppel Kleine, wartet wahrlich "Jeckes"auf die Besucher. Neben den Eigengewächsen sind natürlich auch viele befreundete Vereine, wie die Veischede-Garde Grevenbrück und die Wolpertinger aus Morsbach, mit dabei. Die Frage, was der Schotte unter dem Kilt trägt, können vielleicht die "Giebelwälder Dudelsäcke" aus Freudenberg beantworten, die Karnevalslieder zum Besten geben werden. Bei "Echt Kölsch" ist der Name Programm: Paddy Echt und Pitter Kölsch covern mit großem Können die größten Karnevalshits der "Höhner", "Räuber" oder "Bläck Föös". Und endlich nach einigen Jahren Pause gibt es in Schönau auch wieder einen Bauchredner: Beppo mit seinem Enkel "Karl-Otto", da wird keine Auge trocken bleiben. Im Anschluss wird dann zu den Klängen von "Sound-Quer Beat" noch bis in den frühen Morgen gefeiert.

Am 31. Januar geht's dann mit Altweiberfastnacht weiter. Nach dem Besuch im Kindergarten geht es um 11.11 Uhr auf zum Rathaussturm nach Wenden, abends ist dann das Zelt fest in Frauenhand.

Und Rosenmontag steht dann der 1750-Seelen-Ort wieder Kopf: Beim großen Karnevalsumzug säumen wieder Tausende die Straßenränder.

"Und in diesem Jahr lohnt es sich besonders: 12 oder 13 Wagen sowie 17 Fußgruppen werden durch den Ort ziehen, so viele wie noch nie, noch nicht einmal zum 40-jährigen Jubiläum", freut sich Vorsitzender Thomas Dröscher. Viele phantasievolle Kostüme, aufwändig gestaltete Wagen und jede Menge Kammelle und Blumen — der Rosenmontagzug in der närrischen Hochburg Schönau ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Mehr Infos zu Karnevalsverein und Programm unter karneval-in-schoenau.de.

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