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SPD Wenden: Blick in Rat und Kreistag

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Bei der Mitgliederversammlung des SPD-Ortsvereins Wenden am vergangenen Freitag stand nicht nur die Nominierung von Jutta Hecken-Defeld als Kandidatin für die Bürgermeisterwahl auf der Tagesordnung.

Zuvor gab es einen ausführlichen Bericht der Arbeit der Sozialdemokraten.

Seit dem 3. Februar besteht unter dem Vorsitz von Daniel Heinz in Wenden wieder eine JUSO AG. Insgesamt sechs politisch interessierte, junge Leute gehören zu der kleinen Gruppe, die auch schon vor der offiziellen Gründung aktiv gewesen ist. Begonnen haben die jungen Leute mit dem erfolgreichen Europawahlkampf für Martin Schulz. Anschließend gab es regelmäßige Treffen. Realisiert wurde zudem das Projekt „Weihnachten im Schuhkarton“. Zuletzt nahmen sie außerdem an der Anti-Pegida-Demonstration teil. Besonders das Thema Integration von Asylbewerbern liegt dem Vorsitzenden Daniel Heinz am Herzen: „Wir wollen Asylsuchende unterstützen – derzeit sammeln wir Sachspenden.“ Bei Treffen mit dem Kreisverband Olpe wird weiterhin an dem Programm der Jusos gearbeitet. Ein Online-Forum der Jusos soll helfen, die Gemeindeverbände besser miteinander zu verknüpfen.

Auch bei der SPD Wenden gibt es Veränderungen: Die Homepage wird derzeit aktualisiert. Am 17. April steht außerdem der Jahresempfang des SPD-Verbands im Hotel Zeppenfeld an.

Stephan Niederschlag berichtete aus dem Rat der Gemeinde Wenden sowie der letzten Kommunalwahl, bei der die SPD 2,5 Prozentpunkte verlor. Der Rat sei außerdem tatkräftig dabei, die Stromnetze zurückzukaufen. Der Prozess sei schon bald abgeschlossen, sodass Netznutzungsabgaben auch als Einnahmen gezählt werden können. Durch die Gründung des „Zako“, dem Zweckverband Abfall Kreis Olpe, dem alle Kommunen außer Attendorn angehören, könne man interkommunal vielleicht sogar bares Geld einsparen.

Der SPD-Politiker sieht die Zukunft der Grundschulen schwierig: „Die Schülerzahlen gehen zurück – wir versuchen aber die Standorte so lange wie möglich zu erhalten.“ Für dieses Vorhaben sei sogar ein Arbeitskreis Primarstufe gegründet worden. Der Flächennutzungsplan, der noch von 1974 stammt und somit veraltet ist, wird an die aktuellen Bedürfnisse der Gemeinde angepasst. Ein Thema was derzeit alle Kommunen beschäftigt, ist die Unterbringung von Flüchtlingen. In verschiedenen Unterkünften hat die Gemeinde Wenden derzeit ein Kontingent von 121 Plätzen. Um dieses auszubauen werde die Gemeinde ca. eine Millionen Euro investieren um „die Not zu lindern“, so Niederschlag.

Thomas Förderer, Chef der SPD-Kreistagsfraktion, berichtete anschließend von der Arbeit des Kreistags. Der Bedarfsplan des Rettungsdienstes lag ihm dabei sehr am Herzen, denn die obligatorischen zwölf Minuten können oft nicht realisiert werden. Auch der Nahverkehrsplan wird nicht nur in der Gemeinde, sondern auch auf Kreisebene besprochen, die Einführung der Busfahrkarte für Schüler sei zuletzt auch eine wirtschaftliche Entscheidung gewesen, die die Busunternehmen vor dem Bankrott gerettet habe.

Eine Diskussion zum 200. Geburtstag des Kreises Olpe im Jahr 2017 war zuletzt durch die UWG aufgekommen, die sich wünscht, zum Jubiläum lediglich ein Buch zu veröffentlichen. Die Höhe von 377.000 Euro für die Feierlichkeiten zum Jubiläum sieht allerdings auch Förderer als utopisch. „200.000 Euro sollten die Grenze sein“, sagte Förderer.

Die ASF (Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen) ist in Wenden besonders aktiv. Verschiedene Ausflüge und Treffen sowie der beliebte Baby-Empfang gestalten die Gruppe sehr lebendig. Doch wünscht sich Hildegund Hennrichs weitere Frauen, die mitarbeiten wollen. „Sie müssen nicht unbedingt der SPD zugehörig sein, wir suchen schlichtweg interessierte Frauen – es gibt noch viel zu tun“, so Hennrichs. (Von Saskia Schneider )

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