Trotz fehlendem Dienstausweis in die Wohnung gelassen

Falscher Polizist steht vor der Tür - 80-Jähriger gibt ihm sein Geld mit

Falsche Polizisten haben in Wenden einen 80-Jährigen um sein Geld gebracht.
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Falsche Polizisten haben in Wenden einen 80-Jährigen um sein Geld gebracht. (Symbolbild)

Die Masche ist mittlerweile hinlänglich bekannt, doch trotzdem haben Kriminelle damit immer wieder Erfolg: Ein 80-jähriger Mann aus Wenden ist am Montag Opfer von falschen Polizisten geworden. Die echte Polizei warnt.

Wenden - Gleich mehrere Menschen aus dem Kreis Olpe seien am Montag von angeblichen Bankmitarbeitern angerufen worden, wie die Polizei mitteilt. Diese hätten nach Vermögensauskünften und Bankdaten gefragt.

Auch ein 80-jähriger Mann aus Wenden habe einen solchen Anruf erhalten. Bei ihm zu Hause sei daraufhin auch ein Mann aufgetaucht, der sich als Polizist ausgeben habe. Der Senior habe den vermeintlichen Beamten zwar nach dessen Dienstausweis gefragt, ihn aber trotzdem in seine Wohnung gelassen, obwohl er ihm keinen vorzeigen konnte.

Falsche Polizisten in Wenden: So wird der Täter beschrieben

In der Wohnung habe der falsche Polizist sich umgeschaut und den 80-Jährigen nach Bargeld gefragt, das der zu Hause aufbewahre. Dieses habe der Mann an sich genommen und sei daraufhin aus der Wohnung gegangen. Der Senior beschrieb den falschen Polizisten folgendermaßen: Er sei etwa 1,75 Meter groß und 35 Jahre alt gewesen. Der Mann habe ein südländisches Aussehen, dunkle Haare und eine „dickliche“ Statur gehabt.

Hinweise zu dem Vorfall in Wenden nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 02761/9269-0 entgegen.

Falsche Polizisten in Wenden: Diese Tipps gibt die Polizei

Da Trickbetrüger wie die falschen Polizisten immer wieder versuchen, an das Vermögen und auch an Bankdaten von vor allem älteren Menschen zu gelangen, warnt die Polizei vor diesen Betrugsmaschen und gibt einige Verhaltenstipps:

  • Geben Sie niemals telefonisch persönliche Daten und Informationen an Unbekannte weiter, auch nicht, wenn sich diese als Polizeibeamte oder Bankmitarbeiter ausgeben.
  • Die „echte“ Polizei ruft nicht bei Bürgern an, um sensible Daten, insbesondere Informationen über ihr Vermögen, zu hinterfragen. Gibt sich der Anrufer als Polizist aus, lassen Sie sich dessen Namen geben und rufen Sie Ihre örtliche Dienststelle an. Gleiches gilt, wenn Bankmitarbeiter Sie kontaktieren.
  • Rufen Sie in diesem Zusammenhang niemals die möglicherweise in Ihrem Telefondisplay hinterlegte Nummer des Anrufers zurück, sondern wählen Sie die ihnen bekannte Nummer von ihrer Bank oder der Polizeidienststelle.
  • Wer glaubt, dass ein „falscher Polizist“ oder ein anderer Trickbetrüger angerufen hat, sollte umgehend die Polizei über den Sachverhalt informieren und Anzeige erstatten.

„Wichtig ist, dass diese Tipps auch an Bekannte, Freunde und Verwandte weitergeleitet werden, sodass möglichst viele Menschen von diesen Betrugsmaschen erfahren“, erklärt die Polizei, die weitere Informationen zum Thema auf ihrer Internetseite zusammengestellt hat.

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