Zurück zu alten Grenzen

Wenden richtet Gemeindewettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ aus

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Bebbingen und Heid waren beim Gemeindewettbewerb 2016 erfolgreich - Sonderpreise gingen an Möllmicke, Ottfingen und Hillmicke.

Wenden. Die Gemeinde Wenden organisiert im kommenden Jahr wieder einen Gemeindewettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“. Und sie geht dabei zurück zu den „alten“ Größengrenzen, „Orte bis 899 Einwohner“ und „Orte ab 900 bis 3000 Einwohner“. Das erklärte Bürgermeister Bernd Clemens bei der Ratssitzung am Mittwoch.

Die „neuen Grenzen“ beim vergangenen Wettbewerb – „bis 499 Einwohner“ und „zwischen 500 und 3000 Einwohner“ – hätten zu einer „Unwucht der Verteilung“ geführt. So haben 2016 drei kleine Orte teilgenommen, von denen somit jeder einen Preis erhalten hatte. Bei den großen Orten waren aber vier von sieben leer ausgegangen. „Die alten Grenzen sorgen für mehr Chancengleichheit, gerade wenn die starken Orte Elben und Heid teilnehmen.“

Weil aber beim Wettbewerb auf Kreis-, und Landes oder Bundesebene weiterhin die Einwohnerzahl von 500 als „magische Grenze“ gilt, müsse dann die Bewertungskommission entscheiden, wer dorthin weitergeleitet wird. Die Komission besteht aus Baudezernent Markus Hohmann und Nicole Williams von der Gemeindeverwaltung, dem Architekten Florian Schönauer aus Hünsborn und Dr. Roswitha Kirsch-Stracke. Lehrbeauftragte am Institut für Umweltplanung an der Universität Hannover und frühere Wendenerin. Die Erstplatzierten der beiden Kategorien erhalten je 500 Euro, die Zweiten 4000 Euro und die Drittplatzierten 300 Euro.

Die abweichenden Grenzen beim Gemeindewettbewerb sind laut Bernd Clemens der Struktur der Gemeinde geschuldet: „Wir haben viele Dörfer zwischen 1000 und 3000 Einwohner.“

Auf Nachfrage des SPD-Fraktionsvorsitzenden Stefan Dornseifer erklärte Clemens, dass das für die Teilnahme anzufertigende Leitbild durchaus eine Hürde für die Teilnahme sein könne: „Es ist aber kein Hexenwerk. Wir geben den Ortsvorstehern immer Beispiele an die Hand.“ Aber es sei jedoch oft schwierig, eine Mannschaft vor Ort zusammen zu bekommen, die die Projekte unterstützt: „Man muss eben Ziele für die Zukunft haben, es reicht nicht aus, ein paar Bäume zu pflanzen oder Bänke aufzustellen.“

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