Politik greifbar machen

Wendener Gesamtschüler nehmen an der„U18- Wahl“ teil

Jonathan Koch, 8b, zeigt, dass der U18 Wahlzettel die gleichen Abstimmungsmöglichkeiten enthält wie der Wahlzettel zur Bundestagswahl.

Wenden. Die Bundestagswahl findet am Sonntag statt. Das wissen auch einige Jugendliche aus dem achten und neunten Jahrgang der Gesamtschule Wenden, denn sie nutzten erneut die Gelegenheit an einer U18-Wahl teilzunehmen.

Zusammen mit den Zehntklässlern von der Haupt- und Realschule suchten die Gesamtschüler die Wendener Jugendfreizeitstätte KOT auf. Dort war eigens für die U18- Wahl ein Wahllokal eingerichtet worden, in dem die Schüler ihre Wahlzettel im Rahmen der U18-Wahl in die Urne werfen. Die im Internet veröffentlichten Ergebnisse vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zeigen, dass nach dieser Wahl sechs Parteien die fünf Prozent-Hürde überspringen würden: 36,33 Prozent für CDU, 16,67 Prozent für SPD, 13,93 Prozent für FDP, 10,81 Prozent für Bündnis90/DIE GRÜNEN, 6,51 Prozent für AfD, 5,73 Prozent für DIE LINKE.

„Auch wenn die Stimme natürlich nicht zählt, haben die Heranwachsenden große Freude an dieser Wahl(-übung)“, weiß Anne Hahn, die begleitende Klassenlehrerin der 8b. Ergänzend zur vielfältigen Werbung auf Plakaten, in Zeitung und TV findet das Thema „Bundestagswahl“ auch im Fach Gesellschaftslehre Platz. Und dort wird nicht nur geredet – wie so oft in der Politik - sondern wurden auch tatsächlich zwei Kreuze gemacht. Dabei entspricht der „entschärfte“ Wahlzettel mit allen Parteien erstaunlich gut dem Original, genauso wie der gesamte Wahlvorgang.

Es ist für die Gesamtschüler die zweite Auflage des Projektes „U18- Wahl“, nachdem im Mai bereits die fiktiven Sitze für das Landesparlament in der Jugendfreizeitstätte verteilt wurden. Ziel ist es dabei, Politik für die Jugendlichen greifbar zu machen und insbesondere die Wichtigkeit zu unterstreichen, dass jede Stimme zählt.

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