Jüngste Band setzt sich gegen starke Konkurrenz durch

Nachwuchsband TIL aus Wenden gewinnt Toys2Masters

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Die Jungs der Nachwuchsband „TIL“ gewannen am vergangenen Samstag das Finale des Toys2Masters-Wettbewerbs in Bonn.

Bonn/Wenden. TIL, die dreiköpfige Nachwuchsband aus Wenden – bestehend aus Denis Wurm (17), Jona Boubaous (17) und Enis Gülmen (17) – gewann am vergangenen Samstag den Toys2Masters-Wettbewerb in Bonn. Unterstützt wurden sie von zahlreichen Fans.

„Es war ein unbeschreibliches Gefühl“, betont Jona Boubaous. „Wir haben nicht damit gerechnet“, erklärt Enis Gülmen. Noch im Halbfinale galt die Koblenzer Band „Ultraschall“ als geheimer Favorit. Doch die Band hatte die Rechnung ohne TIL gemacht. Nach 30 Konzerten und zahlreichen Workshops stand am vergangenen Samstag das große Finale des in Nordrhein-Westfalen größten Nachwuchsband-Wettbewerbs Toys2Masters in Bonn auf dem Programm. Sechs verbliebene Teilnehmer haben sich gegen mehr als 70 Bands aus Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und sogar Belgien durchgesetzt. Jede Band hatte 25 Minuten Zeit: „Wir haben fünf eigene Stücke gespielt“, erzählen die Jungs. Und das vor einem Publikum mit rund 1000 Menschen. 

Gemeinsam mit einer Jury entschied das stimmberechtigte Publikum, wer den schwer umkämpften Titel gewinnt. Die Entscheidung fiel gegen 22 Uhr. Am Ende konnten die Jungs von TIL jubeln. 

280 mitgereiste Fans aus der Heimat 

Die Rockband ging als jüngste Band des Abends ins Rennen und überzeugte auf voller Länge. Unterstützt wurden sie von rund 280 mitgereisten Fans. „Ein Großteil aus unserer Stufe ist mitgereist und viele Bekannte aus dem Wendschen“, erzählt Jona. Die Eltern organisierten fünf Busse, um alle nach Bonn zu bringen. „Wir hatten die lautesten Fans da drin“, lacht der 17-Jährige. Die Rockband aus Wenden kann sich nun über ein umfangreiches Gesamtpaket freuen, das unter anderem einen fünftägigen Studioaufenthalt, 1000 CD-Drucke, ein Musikvideo, ein professionelles Fotoshooting und diverse Sachpreise beinhaltet.

Nach der Entscheidung bekamen die Jungs von TIL ihre Preise überreicht. „Wir haben anschließend vor Ort mit den Fans die Stimmung genossen“, erzählen sie. Eine Überraschung gab es aber auch noch für die Musiker: Sie werden bei „Rhein in Flammen“ im kommenden Jahr auftreten. „Das wussten wir vorher nicht“, so Enis. Umso größer ist die Freude. 

Die Musiker kennen sich bereits seit vielen Jahren. Die Liebe zur Musik hat sie zusammengebracht: Jona (Schlagzeug), Enis (E-Bass) und Denis (E-Gitarre und Gesang) ließen sich von ihren Lieblingsbands Nirvana und U2 inspirieren. „Wir proben eigentlich jeden Tag“, lacht Jona „Der Probenraum ist unser zweites Zuhause.“ „Unser Ziel ist es, einen eigenen Stil zu entwickeln und nicht in eine Schublade gesteckt zu werden“, betonen die Jungs. Sie schreiben und komponieren ihre Songs selber – 40 bis 50 sind es bereits. „Wir haben unsere Favoriten. Einige Songs sind in Vergessenheit geraten. Und bei einigen sind es rohe Ideen eventuell für die Zukunft“, erklärt Jona. „Wir sind keine Castingband, wir wollen unser Ding machen.“ Und doch ist es allen drei Musikern wichtig, auf dem Boden zu bleiben: „Es ist wichtig, nicht den Überblick zu verlieren“, so Enis. Lampenfieber kennen die Wendschen auch, doch „sobald man einmal loslegt, genießt man den Moment und die Zeit vergeht so schnell“. 

Schritt für Schritt werden nun zukünftige Veranstaltungen geplant. Der nächste Auftritt steht schon vor der Tür: Am kommenden Samstagabend wird TIL im Lorenz-Jaeger-Haus Olpe auftreten. Das Jugendparlament feiert sein zehnjähriges Bestehen.

 „Wir sind unglaublich dankbar für die Unterstützung – im Vorfeld und auch an dem Abend“, betont Denis. „Es ist gut zu wissen, dass wir sie alle im Rücken haben.“

Info: Infos gibt es unter www.til-official.de, auf Facebook und Instagram.

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