Mit „Weißt-du-noch“-Effekt

„Wendschenskinder“: Gemeinde Wenden gibt Buch zum Jubiläum heraus

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Bürgermeister Bernd Clemens (M.) stellte gemeinsam mit dem Autorenduo Axel und Nicole Williams das Buch „Wendschenskinder“ vor.

Wenden – 240 Seiten ist es dick. 240 Seiten, auf denen die Gemeinde Wenden die vergangenen 50 Jahre Revue passieren lässt. 240 Seiten mit Geschichten, Anekdoten, Meilensteinen. 240 Seiten, die für die Wendschen aber noch mehr sein dürften, als bloßes Papier mit Fotos und Druckerschwärze.

„Wendschenskinder“ heißt das Buch, das die Gemeinde zum 50-jährigen Jubiläum herausgibt. Seit Donnerstag ist es erhältlich. Und bei der Vorstellung zeigten sich die Verantwortlichen äußerst zufrieden. „Ich war selbst überrascht, wie umfangreich das Buch ist. Ein wirklich gelungenes Werk“, sagte Bürgermeister Bernd Clemens. Dabei ist die Seitenzahl für ihn gar nicht das Wesentliche: „Es gibt unzählige Bilder. Das ist das, was dieses Buch ausmacht.“

Das Werk, für das das Autorenduo Nicole und Axel Williams verantwortlich ist, ist jedoch keine Chronik. Natürlich beinhaltet es Meilensteine der Gemeinde, wie den A-4-Lückenschluss oder den Neubau der Rathauses, aber eben auch Geschichten, wie über die Straßenfeste im Wendener Amselweg oder über die abenteuerlichen Reisen des Gerlingers Willy Müller. „Aufgrund der Vielzahl der Vereine konnten wir aber beispielsweise nicht jedes Jubiläum aufzählen“, so Nicole Williams. Und Axel Williams ergänzte: „Es ist wirklich schade, dass manche Geschichten schon wegen ihrer Länge keinen Platz im Buch gefunden haben.“

Vieles in „Wendschenskinder“ stammt auf dem Fundus des „Blickpunktes“, der Schriftenreihe der Gemeinde Wenden, aber auch die Bevölkerung hat tatkräftig dazu beigetragen, dass die Seiten gefüllt werden. Denn einige der Geschichten stammen von Bürgern der Gemeinde: Anfang des Jahres hatte die Verwaltung dazu aufgerufen, entsprechende Texte und Fotos einzureichen. Und zu erzählen hatten die Wendschen einiges. „In den ersten zwei Wochen nach dem Aufruf sind wir beinahe mit Bildern und Geschichten ,überrollt' worden“, so Nicole Williams.

Titel entsteht zufällig

So wird es beim Durchlesen mit Sicherheit für viele Bürger einen „Weißt-du-noch“-Effekt geben: „Gerade die Bürger, die schon jenseits der 50 sind, können das wiederfinden, was sie in den vergangenen 50 Jahren in der Gemeinde erlebt haben. Aber auch die, die beispielsweise in den 90er Jahren geboten wurden, können nachschlagen, was in ihrem Geburtsjahr passiert ist. Ich bin fest davon überzeugt, dass das Buch großen Absatz finden wird und auch zuhause besprochen wird, statt in Bücherregalen zu verschwinden“, ist sich Bernd Clemens sicher.

Der Titel „Wendschenskinder“ entstand eher zufällig, wie Nicole Williams erklärte: „Wir waren bei Wolfgang Engel in Bebbingen zu Besuch, um Geschichten über den Ort zu finden. Und völlig aus dem Kontext hat er ,Wendschenskinder' gesagt.“ Und schon war der Titel geboren: „Einer, der gut zum Wendener Land passt“, findet Clemens.

Neben dem Buch zum 50-jährigen Jubiläum findet am Freitag, 16. August, ein Kommersabend im Festzelt im Wendebachtal statt. Mehr ist zum Gemeindejubiläum nicht geplant: „Wir waren uns bereits im vergangenen Jahr einig, dass wir keine Riesenveranstaltung organisieren, sondern so bescheiden feiern, wie wir in Wenden sind. Also haben wir uns für einen kleinen Festakt am Freitag vor der Kirmes entschieden“, sagte der Bürgermeister. 

Gemeinde blickt auf „rasante Entwicklung“ zurück

Zudem sei bei der Gebietsreform im Jahr 1969 in Wenden ja gar nicht viel passiert: „Es wurde lediglich das alte Amt Römershagen mit dem Amt Wenden zusammengelegt. Aber es wurden keine Dörfer zwischen den Kommunen hin- und hergeschoben.“ Dennoch betonte Clemens, dass sich seitdem doch sehr viel in der Gemeinde getan hat. Schließlich habe es vor 50 Jahren „um die 3000 Arbeitsplätze gegeben“, mittlerweile können mehr als 6500 Menschen in Wenden Arbeit finden: „Wir haben eine rasante Entwicklung durchgemacht, haben uns zu einem Hightech-Industriestandort entwickelt.“

Hier gibt's das Buch

Seit Donnerstag ist „Wendschenskinder“ (Auflage: 1500) in der Zentrale des Wendener Rathauses erhältlich. Bei Festakt zum Gemeindejubiläum am Freitag 16. August, wird das Werk ebenfalls verkauft. Bis Kirmes-Dienstag (22. August) kostet das Buch 10 Euro, danach ist es für 12 Euro zu haben.

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