Schickimicki gibt’s woanders

Wernerschaft lädt zum 34. Wernerfest am Löffelberg

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Für genug Bölkstoff-Reserven sorgen gemeinsam mit den anderen Mitgliedern der Hünsborner Wernerschaft (v.l.): Christian Halbe, Benedikt Alfes, Moritz Vierschilling, Dominik Clemens und André Junge.

Hünsborn - Wie aus einer kleinen Truppe „positiv bekloppter“ Wendscher eine sozial enorm engagierte Gemeinschaft wurde, ist mittlerweile weit über die Grenzen der kleinen Gemeinde am Rande des Sauerlandes bekannt: Die Wernerschaft 85 aus Hünsborn steht wieder in den Startlöchern: Am Samstag, 27. Juli, steigt das 34. Wernerfest am Löffelberg. Für den guten Zweck versteht sich.

„Schickimicki könnt ihr zuhause machen!“ So viele Zitate aus den Werner-Filmen sind berühmt-berüchtigt, dabei waren die Comics von Rötger Feldmann alias Brösel der Ursprung der wundersamen Geschichte – anno 1985 im ehemaligen Gasthof Wilmes in Hünsborn. 

Die Huldigung von Werner, Eckhard, Meister Röhrich und Co. mündete zunächst in einer Silvester-Party, bevor schließlich das Wernerfest – eine Bölkstoff-Sause für den guten Zweck – entstand. Bis heute hat der verrückte Haufen Hünsborner weit mehr als 400.000 Euro an soziale Einrichtungen gespendet. Jahr für Jahr kommen auf jedem Wernerfest mittlerweile zwischen 10 und 15.000 Euro zusammen. 

„Schon irre, was aus so einer bescheuerten Idee alles entstehen kann“, sinnierte „Oberwerner“ Rüdiger Kinkel am Donnerstagabend auf dem Gelände des Obst- und Gartenbauvereins. Rund 145 Mitglieder hat die Wernerschaft heute – und Jahr für Jahr stemmen sie ein Rock-Event, das seinesgleichen sucht. Am Freitag und Samstag, 26. und 27. Juli verwandelt sich das Gelände am Löffelberg wieder in einen riesigen „Rock-Tempel“ mit reichlich Bölkstoff für trockene Kehlen. 

"Kesseln" für den guten Zweck

„Es sind auch echt ungewöhnliche Freundschaften entstanden in all den Jahren“, schmunzelte Kinkel. „Am Wochenende fahren wir – wie schon seit 15 Jahren – mit gut 30 Leuten die Leutesheimer Baggersee Graser besuchen, befreundete Motorradfahrer. Dort beim Sportfest gibt’s gute, harte Mucke.“ Leutesheim ist ein Stadtteil von Kehl im baden-württembergischen Ortenaukreis. Früher bekam die Hünsborner beim Fußballspiel hier stets laut eigener Aussage „die Hucke voll“ - heute fahren Wernerschaft und Motorradfahrer stilecht ein Tretbootrennen auf dem Mummelsee gegeneinander. „Es ist einfach super da unten“, grinste Wernerschafts-Kollege Christian Halbe. 

Neben der „Feierlichkeiten“ liegt den Wendschen noch eines besonders am Herzen: „Vom Neujahrssingen haben wir Geld in der Kasse, dass wir vor dem Wernerfest am 27. Juli noch spenden werden“, sagte Rüdiger Kinkel. Aus den Reihen der Wernerschaft kam der Vorschlag von einem Betroffenen, die 500 Euro doch der „Tour der Hoffnung“ zu spenden – eine alljährlich in Deutschland ausgetragene Benefiz-Radsportveranstaltung zur Unterstützung krebs- und leukämiekranker Kinder. Damit die Wernerschaft nach dem Wernerfest ebenfalls wieder ordentlich Geld „raus hauen“ und soziale Projekte unterstützen kann heißt es wieder kräftig „kesseln“: 

Der Startschuss fällt erneut bereits am Freitag, 26. Juli, ab 19.07 Uhr mit der Oldie-Night – erstmals mit Livemusik von „T-Time with Lukas“ - bevor am Samstag, 27. Juli, mit „Monsun“ und „Justice Metal“ zwei Rock-Bands den Löffelberg zum Beben bringen werden. 

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