Leben im Alter gestalten

Projekt "Wir sind Wendener" der Lebenshilfe Wohnstätte Wenden ausgezeichnet

Die Mitarbeiter und Bewohner der Lebenshilfe Wohnstätte in Wenden sowie Bürgermeister Bernd Clemen (2.v.r., hinten) freuten sich sehr über die Auszeichnung.

Wenden. Die Wohnstätte Wenden der Lebenshilfe Wohnen NRW hat mit ihrem Projekt „Wir sind Wendener“ den dritten Preis der Deutschen Heilpädagogischen Gesellschaft gewonnen. Der DHG-Preis 2015 stand unter dem Motto „Leben im Alter gestalten- Teilhabe von älteren Menschen mit geistiger Behinderung und hohem Unterstützungsbedarf“.

Bei dem Projekt ging es darum, ältere Menschen mit Behinderung mehr in die Gesellschaft einzubinden. „Sozialraumorientierung war hierbei das große Stichwort“ sagte Miriam Köster, die seit einem Jahr die Wohnstätte in Wenden mit 23 Bewohnern leitet. Es wurden Geschäfte aus der Gemeinde für gemeinsame Aktionen gewonnen, für die sich die Menschen mit Behinderung interessieren. So gab es beispielsweise Zusammenarbeit mit einer Pizzeria, einem Blumenladen und eine besondere Beziehung mit dem Kindergarten „Arche Noah“ Hünsborn.

Das Projekt wurdevon der Sozialpädagogin und Leiterin der Tagesstruktur Svetlana Neumann mit dem Ziel geleitet , dass Menschen mit Behinderung als aktive Wendener Bürger wahrgenommen werden. Sie war begeistert von der Offenheit der Bewohner und bedankte sich gleichzeitig bei allen Wendenern, die das Projekt unterstützt haben. „Ich hoffe, dass unser Projekt noch weiterlaufen wird und wir noch viel Spaß haben,“ fasste sie zusammen und teilte gleichzeitig mit, dass sich ein Projekt mit der Gesamtschule Wenden in Planung befinde.

Monika Oncken, Geschäftsführerin der Lebenshilfe NRW, betonte, es sei wichtig, auch diejenigen zu motivieren, die sich bisher noch nicht getraut haben, an dem Projekt teilzunehmen. Die 1. Vorsitzende der DHG, Dr. Monika Seifert, bedankte sich bei allen Mitarbeitern der Lebenshilfe, die zu „Brückenbauern in die Gesellschaft“ werden. Sie betonte, dass es bereits gute Ansätze in der Behindertenhilfe gebe und man daran anknüpfen müsse. Gleichzeitig kritisierte sie aber, dass die Gefahr für Behinderte aus der Gesellschaft ausgegrenzt zu werden noch nicht gebannt sei.

Zuletzt bedankte sich auch Bürgermeister Bernd Clemens bei allen Mitarbeitern und war der festen Überzeugung, dass das Projekt hilft, die Berührungsängste zu behinderten Menschen zu bekämpfen. Er gratulierte zu dem Preisgeld von 500 Euro und war sichtlich stolz, dass die Lebenshilfe den Preis verdient gewonnen hat.

Der Preis wurde vom Bewohnerbeirat der Wendener Wohnstätte entgegengenommen und anschließend wurden bei Kaffee, Kuchen und Sekt noch einige schöne Stunden miteinander verbracht.

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