Mäzene von Bayreuth brauchen mehr Geld

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Treffen der Mäzene "Freunde von Bayreuth" (Archivbild).

Bayreuth  - Die Gesellschaft der Freunde von Bayreuth braucht mehr Geld. Das sagte Vereinschef Peter Gloystein am Dienstag in Bayreuth.

Er erhob diese Forderung mit Blick auf die neue Gesellschaftsstruktur der Richard- Wagner-Festspiele, die höheren Löhne für die Bühnenarbeiter und das Wagner-Jubiläum im Jahr 2013. In den kommenden Jahren werde der neue Vorstand verstärkt auf internationaler Ebene versuchen, weitere Sponsoren anzuwerben, betonte Gloystein. Bei ihrer Tour durch wichtige Städte wollen die Mäzene dabei auch die Strukturen der weltweit tätigen Richard-Wagner-Verbände nutzen. Wie viel Geld künftig nötig sein wird, sagte er nicht.

Seit ihrer Gründung im Jahr 1949 hat die Gesellschaft 40 Millionen Euro in die Modernisierung und Erweiterung des Festspielhauses investiert. Mit weiteren 21 Millionen Euro haben die mittlerweile mehr als 5000 Mitglieder in rund 40 Ländern den laufenden Betrieb unterstützt. Der Bund und das Land Bayern stellen derzeit jährlich jeweils gut 2 Millionen Euro zur Verfügung, die Gesellschaft der Freunde 700 000 Euro. Weitere 1,4 Millionen Euro kommen von der Stadt Bayreuth und vom Bezirk Oberfranken.

Dringend nötig sind laut Gloystein eine neue Probebühne, neue Magazine für die überdimensionalen Bühnenbilder und eine neue Mehrzweckhalle. “Die neuen Festspielleiterinnen Katharina Wagner und Eva Wagner-Pasquier haben eine Menge von Ideen, stoßen aber hinsichtlich der technischen Anforderungen an ihre Grenzen“, berichtete Gloystein aus der nichtöffentlichen Mitgliederversammlung vom Montag. Die Mäzene erwarten aber auch von den drei weiteren Gesellschaftern einen Beitrag zu den Investitionen.

Auf Wunsch von Wagner-Pasquier haben die Freunde von Bayreuth Daniel Barenboim zu einem Konzert mit seinem West-Eastern Divan Orchestra eingeladen. Dabei werden am 19. August erstmals Israelis und Araber gemeinsam in der Festspielstadt Bayreuth spielen, die vor 1945 durch ihre Nähe zu den Nationalsozialisten in Misskredit geraten war. Barenboim war selbst jahrelang Dirigent auf dem Grünen Hügel. Auf dem Programm stehen “Les Préludes“ von Franz Liszt, Vorspiel und Liebestod aus Richard Wagners “Tristan und Isolde“ sowie die “Symphonie Fantastique“ von Hektor Berlioz.

dpa

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