Theater Dortmund stellt Spielplan vor

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Kay Voges, Schauspielchef in Dortmund

DORTMUND - Eine szenische Recherche über den Menschenschmuggel auf dem Mittelmeer zeigt das Schauspiel Dortmund. Das Recherchezentrum Correctiv hat den Fall eines Schiffs mit 360 Flüchtlingen aus Syrien erkundet. Schauspielintendant Kay Voges inszeniert „Die schwarze Flotte“ von Mike Daisey, Uraufführung ist am 8. Oktober im Megastore. Gestern stellte das Theater Dortmund die Pläne für die kommende Spielzeit vor.

Unter den 18 Schauspielproduktionen sind zwei Stücke des wohl angesagtesten französischen Dramatikers. Zur Spielzeiteröffnung inszeniert Ed Hauswirth Joël Pommerats Stück „La Révolucion #1 – wir schaffen das schon“, das die französische Revolution als Vorläuferin der aktuellen politischen Situation deutet (16.9., Megastore). Außerdem inszeniert Paolo Magelli Pommerats „Die Wiedervereinigung der beiden Koreas“ im Schauspielhaus (8.4.2017).

Das Schauspielhaus wird nach seiner Renovierung mit einem Stück von Brecht wiedereröffnet: Sascha Hawemann inszeniert „Furcht und Elend des Dritten Reiches“ (10.12.). Die spannende Neuinterpretation eines Klassikers verspricht Voges‘ musikalische Auseinandersetzung mit Goethes „Faust“: Er bringt das Drama mit der Legende des Gitarristen Robert Johnson zusammen, der seine Seele dem Teufel verkauft haben soll für ewigen Ruhm als Bluesmusiker (11.2.2017).

Voges bereichert auch den Opernspielplan. Er inszeniert „Einstein On The Beach“ von Robert Wilson und Philip Glass mit Schauspielern und Opernsängern (23.4.2017). Im Übrigen setzt Opernintendant Jens-Daniel Herzog auf Bewährtes bei seinen acht Premieren, von Charles Gounods „Faust“ (17.9.) über Mozarts „Zauberflöte“ (26.11.) bis zu Verdis „Otello“ (26.3.2017). Die international gefeierte Musicaldarstellerin Pia Douwes spielt die Hauptrolle in Andrew Lloyd Webbers „Sunset Boulevard“, Regie führt Gil Mehmert (8.10.).

Ballett-Chef Xin Peng Wang setzt in „Faust II – Erlösung!“ seine Auseinandersetzung mit dem Klassiker fort (29.10.). - sti

Tel. 0231/ 50 27 222,

www.theaterdo.de

Quelle: wa.de

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