Das hätte schief gehen können

Polizei ist sprachlos: Mann schläft während Autobahn-Fahrt mit 140 km/h hinterm Steuer

Autos fahren am 09.12.2008 auf der Autobahn A8 bei Karlsbad im Kreis Karlsruhe (Aufnahme mit Zoomeffekt).
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Eine Fahrt auf der Autobahn erfordert hohe Konzentration – für einen 20-jährigen Autofahrer aus Kanada war es der geeignete Ort für ein Nickerchen.

Am Steuer eines Autos auf der Autobahn einzuschlafen, ist lebensgefährlich. Ein 20-jähriger Kanadier hat es unbeschadet überstanden, er muss sich jetzt aber vor der Polizei verantworten.

Weil er mit seinem Wagen gut 140 Stundenkilometer schnell auf der Autobahn fuhr, sind gegen einen 20 Jahre alten Autofahrer in Kanada Ermittlungen eingeleitet worden. Erlaubt waren auf dieser Strecke nur 110 km/h. Doch das war nicht sein einziges Vergehen – während der Autobahnfahrt hat er nämlich geschlafen. Der Mann müsse sich nun wegen gefährlichen Fahrens verantworten, teilten die Strafverfolgungsbehörden am Donnerstag (Ortszeit) mit.

Der Wagen war den Angaben zufolge nahe der Stadt Ponoka in der Provinz Alberta auf einem Autobahnabschnitt unterwegs. Beide Vordersitze hätten sich vollständig in der Liegeposition befunden und die Menschen darauf hätten offenbar geschlafen.

Eingeschlafen auf der Autobahn: Aus diesem Grund ist den Insassen nichts passiert

Nach Angaben des öffentlich-rechtlichen kanadischen Senders CBC handelte es sich um einen Elektrowagen von Tesla, auf Autopilot gestellt war. Im Autopilot-Modus können Tesla-Fahrzeuge auf einer Straße selbstständig die Spur halten, beschleunigen und bremsen. Der Autopilot erfordert aber eine „aktive Überwachung durch den Fahrer“, wie Tesla auf seiner Website klarstellt. Der Präsident eines Vereins von Tesla-Besitzern in Kanada sagte CBC, im Internet kursierten allerdings Videos, wie die Tesla-Sicherheitssysteme gehackt und ausgetrickst werden könnten.

Die Autos von Tesla verfügen über einen Autopilot-Modus – dennoch muss der Autofahrer dabei die Straße im Blick haben.

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20-Jähriger schläft in Auto: Die Polizei ist sprachlos

Darrin Turnbull von der örtlichen Polizei sagte auf CBC, der Vorfall mache ihn „sprachlos“. „Niemand schaute aus der Windschutzscheibe um zu sehen, wohin das Auto fuhr.“ Während seiner zwei Jahrzehnte währenden Karriere sei ihm so etwas noch nicht untergekommen – „aber natürlich gab es die Technologie noch nicht“, fügte der Beamte mit Blick auf selbstfahrende Autos hinzu.

Vor einigen Jahren hat es einen ähnlichen Vorfall in England gegeben, bei dem ein Tesla-Fahrer den Autopiloten eingeschaltet und es sich auf dem Beifahrersitz bequem gemacht hatte. Auch er musste sich wegen gefährlichen Fahrens vor Gericht verantworten. Er erhielt ein Fahrverbot von 18 Monaten und musste zudem Sozialstunden ableisten sowie eine Geldstrafe von 1.800 Pfund bezahlen. Welche Strafe dem 20-jährigen Kanadier blüht, ist noch unklar. (afp/ök) *tz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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Video: Tesla-Fahrer stellt auf Autopilot und setzt sich auf den Beifahrersitz

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