"Falls sich das nicht ändern sollte..."

Autofahrer erhält Pöbel-Zettel - die Botschaft überschreitet eine Grenze

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Ein Kölner muss sich in einem Pöbel-Zettel sogar Drohungen anhören (Symbolbild).

Zettel, auf denen Autofahrer für ihre angeblich schlechten Parkkünste angepflaumt werden, sind keine Seltenheit - doch der Verfasser dieser Nachricht geht zu weit.

Die einen finden es lustig, die anderen sind genervt. Doch für Björn Lange aus Hohenlind bei Köln ist nun eine Grenze überschritten. Schon zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres entdeckte er einen Zettel an seinem Auto. Streitpunkt: seine angeblich schlechten Parkkünste. In der zweiten Nachricht kommt es jedoch dicke.

"Dein Tod": Für Lange sind die Pöbeleien zu viel

"A*******h, du bist hier nicht in GF (Anm. d. Red.: Kennzeichen der Stadt Gifhorn). Du bist in Köln. Stell deine Karre gefälligst vernünftig ab. Falls sich das nicht ändern sollte, ist deine Schrottschüssel weg. Viele Grüße, dein Tod!", heißt es auf dem Zettel, den Lange Ende Juni an seinem roten Honda Civic fand. Er wurde auf identischem Papier geschrieben, wie der erste, den er vor einem knappen Jahr entdeckte. 

Für den 38-Jährigen ist damit das Maß nun voll - schließlich wurde er in dem Schreiben mit dem Tod bedroht. Nun hat er bei der Polizei Anzeige erstattet, die nun in diesem Fall ermittelt. "Ich habe zwar keine Angst, wollte aber zeigen, dass ich das nicht auf die leichte Schulter nehme", erklärte Lange dem Online-Portal Express.

Der Familienvater hat sich seiner Meinung nach zudem immer korrekt verhalten, was das Parken angeht: "Ich habe immer ganz normal geparkt. Das muss wohl ein Verrückter sein, bei dem ich nicht weiß, was in seinem Kopf vorgeht."

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Warum erhält der Kölner so viele Zettel?

Eine Vermutung ist, dass es sich um einen Lokalpatrioten handeln könnte, der das fremde Kennzeichen nicht mag - allerdings lebt der 38-Jährige schon seit drei Jahren in Köln und andere Autofahrer mit fremden Plaketten hätten auch keine Probleme. Auch eine persönliche Anfeindung wagt Lange auszuschließen: "Ich wüsste nicht, wer noch ein Hühnchen mit mir zu rupfen hätte."

Durch die Anzeige hofft der Familienvater nun, den Autor wieder zur Besinnung zu bringen und dass die Drohungen ein Ende finden.

Hilfe oder Verhöhnung? Autofahrer erhält merkwürdigen Zettel.

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