1. SauerlandKurier
  2. Leben
  3. Auto

Jetzt Einspruch wegen Blitzer einlegen – aktuell lohnt es sich besonders

Erstellt:

Von: Lisa Klein

Kommentare

Wer ein Bußgeld kassiert hat, muss das nicht hinnehmen. Autofahrer können Einspruch erheben. Die Chancen auf Erfolg sind derzeit besonders hoch.

Wer geblitzt wird, muss je nach Geschwindigkeit und Schwere des Verstoßes mit einem Bußgeld, Punkten in Flensburg oder sogar einem Fahrverbot rechnen. Ab Januar 2023 gelten neue Regeln für Autofahrer, die ganz schön ins Geld gehen können. echo24.de fasst die zehn teuersten Verstöße im Straßenverkehr zusammen. Wer geblitzt wurde und die Strafe nicht einfach hinnehmen möchte, hat die Möglichkeit, Einspruch gegen das Bußgeld einzulegen. Bestenfalls können so Sanktionen vermieden werden. „gebiltzt.de“ erklärt, warum die Chancen derzeit besonders hoch sind, mit einem Bußgeldeinspruch Erfolg zu haben.

Bußgeldeinspruch bei Verstößen – darum sind die Chancen auf Erfolg gerade besonders hoch

Ein Grund, weshalb für Autofahrer derzeit ein besonders guter Zeitpunkt ist, Bußgeldvorwürfe überprüfen zu lassen, ist laut „geblitzt.de“ die Überlastung der entsprechenden Behörden: „Bundesländer wie Berlin und Sachsen kommen mit der Bearbeitung der Fälle nicht mehr hinterher.“

Das liegt in erster Linie an der Novellierung der Straßenverkehrsordnung (StVO) am 9. November 2021. Die Folge: Geschwindigkeitsverstöße werden bereits bei geringen Vergehen härter sanktioniert. echo24.de berichtete damals, für welche Verstöße die Bußgelder erhöht wurden. Das bedeutet mehr Arbeit für die Behörden.

„Da aber in vielen Bußgeldstellen ein hoher Personalmangel herrscht, werden nicht alle Fälle rechtzeitig bearbeitet und es kommt häufig zur Verjährung der Vorwürfe“, erklärt „geblitzt.de“. Deshalb bleiben viele Verstöße auch vollkommen ungeahndet.

Gerichte entscheiden zugunsten der Autofahrer – Urteile machen Einspruch leichter

Zudem werden immer wieder neue Gerichtsurteile gefällt, die geblitzten Verkehrsteilnehmern mehr Rechte einräumen und den Einspruch erleichtern. Neuerdings haben geblitzte Autofahrer durch ein Urteil des Verfassungsgerichtshofs den Anspruch, auf Wunsch Einsicht in die Wartungs- und Reparaturnachweise des Blitzers zu erhalten.

Das Bundesverfassungsgericht hat zudem im November 2020 entschieden, dass Betroffenen Einsicht in die Rohmessdaten gewährt werden muss, wodurch die Chancen steigen, mögliche Messfehler ausfindig zu machen.

Eine fiese Falle ist übrigens das Tempolimit auf den Beschleunigungsstreifen, von dem kaum ein Autofahrer weiß.

Bußgeldeinsprüche können sich für Autofahrer lohnen

Eine Statistik des Landkreises Cuxhaven zeigt, dass die Chancen auf einen erfolgreichen Einspruch gegen Bußgeldvorwürfe aus dem Straßenverkehr in den vergangenen Jahren stetig gestiegen sind. Die Zahl der erfolgreichen Einsprüche bei Geschwindigkeitsverstößen in Cuxhaven hat sich von 16,05 Prozent im Jahr 2019 auf 28,57 Prozent im Jahr 2021 erhöht. Für das Jahr
2022 liegen noch keine finalen Zahlen vor.

Auch bei „gebiltzt.de“ können Bußgeldverfahren zur Prüfung eingereicht werden. Eigenen Angaben zufolge werden rund zwölf Prozent der betreuten Fälle eingestellt, bei weiteren 35 Prozent besteht die Möglichkeit einer Strafreduzierung.

Auch interessant

Kommentare